Pastor Gunnar Engel aus Wanderup im Kreis Schleswig-Flensburg hat einen ungewöhnlichen Weg gefunden, in Corona-Zeiten nicht den Kontakt zu seinen Gemeindegliedern zu verlieren: Er färht mit dem „Hoffnungsmobil“ durch den Ort.

Pastor Gunnar Engel aus Wanderup im Kreis Schleswig-Flensburg hat einen ungewöhnlichen Weg gefunden, in Corona-Zeiten nicht den Kontakt zu seinen Gemeindegliedern zu verlieren: Er färht mit dem „Hoffnungsmobil“ durch den Ort.

Die Wege des Herrn sind kreativ

Die kreativen Ideen scheinen den Geistlichen im Land nicht auszugehen. Immer neue Wege finden Kirchengemeinden und einzelne Seelsorger, in Zeiten von Corona und Quarantäne das Wort Gottes trotzdem unter die Menschen zu bringen. pro stellt ein paar aktuelle Ideen vor.

Wegen der Corona-Krise und der Schließung der Schulen finden derzeit auch keine Schülerbibelkreise statt. Deswegen hat die Schüler-SMD (Schüler- und Studentenmission Deutschland) einen Schülerbibelkreis auf Instagram gestartet. Immer mittwochs und freitags um 10.30 Uhr gibt es den „INSTA-SBK“ als Livestream. Daran beteiligt sind Schüler, FSJler und SMD-Hauptamtliche. „Auf jeden Fall werden wir zusammen Bibellesen, einen Input hören und gemeinsam beten“, so Daniel Seidel, Initiator des INSTA-SBK. Über @schueler.smd können sich Schülerinnen und Schüler bundesweit einklinken und durch ihre Nachrichten und Kommentare am interaktiven Geschehen teilnehmen.

Eine Woche Gebet & Fasten, dazu laden die Initiatoren des Projekts #hopewins ein. Jeden Tag gibt es für die Teilnehmer einen kurzen Input, Fragen zur Reflektion und konkrete Gebetsanliegen. Man kann sich in die Liste eintragen und für sich entscheiden, auf welche Dinge man sieben Tage lang verzichten möchte. Es handelt sich um ein Projekt der Hochschule „Momentum College“ in Gummersbach.

Auf YouTube erklärt der User Benedikt Heuer in seinem Kanal „Simplex Akademie“ in Videos, wie man Gottesdienste aufzeichnet oder im Internet streamt:

Pfarrerin Sarah Süselbeck und Pfarrer Michael Schurmann aus Duisburg wollen die Straßen wieder füllen: mit Hoffnung. Sie malen jeden Sonntag biblische Wochensprüche mit bunter Kreide auf die Gehwege. Süselbeck: „Beten ist nicht verboten. Und Hoffnung zu schenken auch nicht.“ Und so malen sie und ihr Kollege sinnstiftende Sprüche aufs Pflaster. Aber auch in Papierform gibt es „Hoffnung zum Mitnehmen“: die Sprüche hängen an einer Wäscheleine direkt neben den Kreidezeichnungen. So kann sich jeder Interessierte die Bibelzitate auch zu Hause noch einmal ansehen oder anderen Hoffnung schenken. Auch digital kann man sich die Motive ansehen, unter dem Hashtag #hoffnungtogo finden sich auf Instagram und auf Facebook mehrere Beispiele von Motiven der Aktion.

Auch die Konfirmationen, die in den kommenden Wochen und Monaten hätten stattfinden sollen, werden vielerorts auf spätere Termine verschoben. Deswegen wollten 45 evangelische Geistliche ihre eigenen Konfirmationssprüche in einem Video vortragen und so in diesen schweren Zeiten Mut machen, wie sie sagen. Die Idee dazu hatte Pfarrer Hannes Schott aus Bayreuth, der befreundete Kolleginnen und Kollegen anschrieb. „Nachts am Küchentisch habe ich das Video dann mit einem recht einfachen Schnittprogramm erstellt“, sagt Schott.

Eine besonders kreative Idee, um auch in Corona-Zeiten mit seinen Gemeindegliedern in Kontakt zu treten, hat Pastor Gunnar Engel aus dem Dorf Wanderup im Kreis Schleswig-Flensburg mit rund 2.500 Einwohnern gefunden. Der Pastor, der auch auf YouTube sehr aktiv ist, fährt mit dem „Hoffnungsmobil“ zu ihnen. „Wenn die Menschen nicht zur Kirche kommen können, dann gehe ich halt zu ihnen“, sagte sich Engel und lieh sich einen elektrischen Golfcaddy. Freitags um 18 Uhr zieht Pastor Engel los, die Route veröffentlicht er zwei Tage vorher im Facebook-Kanal seiner Gemeinde. Rund zehn Stopps legt er pro Runde ein. An jedem Haltepunkt gibt es dann jeweils einen Psalm, Kurzpredigt und Gebet.

Auch andere Pfarrerinnen und Pfarrer meldeten sich bei ihm und fragten, ob sie die Idee kopieren dürften. „Inzwischen habe ich Bilder aus anderen Kirchengemeinden gesehen, wo Pfarrer mit Bollerwagen, Roller oder auf dem Trecker unterwegs sind, erzählt Engel. Auch der Norddeutsche Rundfunk (NDR) wurde auf die Aktion aufmerksam und schickte ein Filmteam. Der Beitrag wurde unter dem Titel „Lautsprecher-Gottesdienst in Wanderup“ gesendet.

Von: Jörn Schumacher

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