Verantwortet als Leiter die Arbeit der Heilsarmee in Deutschland, Polen und Litauen: Oberst Hervé Cachelin

Verantwortet als Leiter die Arbeit der Heilsarmee in Deutschland, Polen und Litauen: Oberst Hervé Cachelin

„Im Herzen bei Jesus, die Hand für die Menschen?“

Seit dem 1. Juli 2019 ist Oberst Hervé Cachelin als Territorialleiter für die Arbeit der Heilsarmee in Deutschland, Litauen und Polen verantwortlich. Im Gespräch mit pro verrät er, wo er inhaltliche Schwerpunkte setzen und Dinge verändern möchte.

pro: Herr Cachelin, Sie haben eine lange Geschichte mit der Heilsarmee?

Cachelin: Ich bin seit 38 Jahren Offizier und seit dem 1. Januar 2017 in Deutschland. Hier war ich zuletzt als Verwaltungsdirektor und stellvertretender Leiter tätig. Davor hatte ich unterschiedliche Aufgaben innerhalb der Heilsarmee. Ich war Gemeindeleiter in der Schweiz und in Australien. Ich habe Jugendarbeit auf überregionaler Ebene gemacht. Anschließend habe ich ein College geleitet, in dem – meist höherrangige – Offiziere Sabbatzeiten eingelegt haben, um Rückschau zu halten und nach vorne zu blicken. Außerdem hatte ich noch administrative Aufgaben in der Schweiz und in England. Jetzt wurde ich in die Leitungsaufgabe berufen.

Der Schritt nach Deutschland bedeutet Veränderung. Wie hart war die Umstellung?

Vom stellvertretenden Leiter zum Leiter ist es eigentlich nur ein Bürowechsel. Ich habe bis dahin mit meiner Vorgängerin Marie Willermark schon eng zusammen gearbeitet. Deswegen fiel mir der Wechsel leicht.

Wo sehen Sie aktuell den größten Veränderungsbedarf?

Meine Vorgängerin hat dokumentiert, welche Aufgaben wir erledigt haben und wo noch Baustellen sind. Wir haben uns drei Mal wöchentlich getroffen, um uns abzustimmen. Ich freue mich, dass ich jetzt dort anknüpfen kann und nicht alles umkrempeln muss. Der eingeschlagene Weg, einschließlich einer finanziellen Sanierung, nimmt uns in Anspruch.

Wo sehen Sie Schwächen?

Wir könnten in der Kinder- und Jugendarbeit besser aufgestellt sein. In Chemnitz gibt es jetzt das McTurtle-Programm. Es ist ein wunderbares Instrument, Kinder in ihrem Umfeld zu erreichen. Eine lustige Schildkröte soll helfen, Kinder anzusprechen und ihnen unterhaltsam die biblische Botschaft weiterzusagen. Wir wollen diese Arbeit auch an anderen Orten etablieren, um viele Kinder zu erreichen.

Wird das immer schwieriger?

Früher wurden Kinder von ihren Eltern in die Sonntagsschule geschickt. Heute sehe ich die Tendenz, dass Eltern ihren Kindern nichts aufzwingen wollen. Allerdings können sie sich erst entscheiden, wenn sie eine Option haben. Bei den Ostergärten werden die Menschen erlebnisorientiert in die Ereignisse rund um Tod und Auferstehung von Jesus von Nazareth hineingenommen. Kinder und Erwachsene erleben biblische Inhalte hautnah.

In welchen Bereichen sind Sie gut aufgestellt?

Meine ersten beiden Monate in Deutschland habe ich genutzt, um alle 45 Gemeinden und 20 Einrichtungen zu besuchen. Ich ziehe den Hut vor den Gemeindeleitern und Einrichtungen. Sie arbeiten teilweise mit sehr einfachen und unspektakulären Mitteln. Trotzdem haben sie verstanden, was ihr Auftrag ist, den sie treu und gewissenhaft erfüllen. Oft sagt man ja, Menschen sind das höchste Gut. Wir haben hier engagierte Menschen, die ich sehr bewundere.

Wie gut ist die Heilsarmee vernetzt?

Da ist Nachholbedarf, weil ein gewisser Rückzug stattgefunden hat. Ich habe mir vorgenommen, als Person sichtbarer aufzutreten und den Kontakt in die Wirtschaft und in die Politik auszubauen. Wir wollen erfahren, wie wir uns besser ergänzen und vernetzen können.

Sie hatten eben auch erwähnt, dass das Thema Finanzen auf den Prüfstand gehört …

Als Heilsarmee haben wir zu lange zu wenig in unsere Liegenschaften investiert. Was nicht dringend war, wurde nicht gemacht. Jetzt gibt es einen Investitionsstau und es stehen Renovierungen an. Das möchte ich umsetzen. Wir haben uns lange Zeit nur mit der Sorge der Menschen auseinandergesetzt, aber dabei den Blick auf die Gebäude verloren.

Was sind die nächsten Schritte?

Wir haben die Situation mit einem externen Berater sorgfältig analysiert. Wir möchten Schritt für Schritt entscheiden, ob wir mit unseren Gebäuden noch am richtigen und besten Standort sind. Bei diesem Prozess wirken auch die Gemeindeleitungen mit. Vielleicht brauchen wir manche Häuser nicht mehr oder können uns einmieten. Wir müssen alles kritisch durchleuchten. Die Grundzüge werden wir binnen der nächsten drei Jahre umsetzen, der Gesamtprozess wird vermutlich bis 2030 andauern.

Immer weniger Menschen glauben an Gott. Was bedeutet das für christliche Organisationen?

Ich beobachte ein Grundmisstrauen in Organisationen. Viele Menschen möchten sich nicht mehr zu einer Mitgliedschaft verpflichten. Sie schließen sich etwas an, solange es passt. Wenn das Angebot nicht mehr stimmt, ziehen sie weiter. Früher hatte man sich stolz auf die Fahnen geschrieben, Baptist oder Heilsarmee-Anhänger zu sein. Das ist heute nicht mehr so stark ausgeprägt.

Welche Konsequenzen hat die schwindende Bindungskraft für die Heilsarmee?

Es verlagert sich bei uns. Immer weniger Menschen entscheiden sich dafür, die Uniform anzuziehen und ein Versprechen abzulegen. Sie werden „nur“ Mitglieder. Die Heilsarmee muss relevant sein und das Interesse der Leute wecken. Die Menschen kennen die Heilsarmee auch wegen ihres sozialen Engagements. Wenn die Menschen das vermissen, fragen sie zu Recht: „Warum gerade die Heilsarmee?“ Bei uns sind Glauben und Handeln stark verknüpft. Im Herzen bei Jesus, die Hand für die Menschen. Ich denke, auch Unbeteiligte wissen: die von der Heilsarmee tun auch, was sie sagen. Das ist uns wichtig.

Die Kirche verliert bis 2060 die Hälfte ihrer Mitglieder. Wie sieht es bei der Heilsarmee aus?

Auch bei uns gibt es viele grauhaarige Gottesdienstbesucher. Wir müssen die Menschen auf kreative Art und Weise erreichen. Wir sollten nicht nur die Menschen zählen, die sonntags in den Gottesdienst gehen. Es gibt auch unter der Woche interessante Veranstaltungen für unterschiedliche Ziel- und Altersgruppen, in denen das christliche Leitmotiv der Kern der Arbeit ist.

Wie kann es gelingen, die Einheit aus Glauben und Handeln in die Moderne zu übertragen?

Wir müssen uns eingestehen, dass wir als Heilsarmee unnötig zum Rückzug geblasen haben. Die Heilsarmee verstand sich immer als eine Kirche der Straße. Hier sollte sie weiterhin in Erscheinung treten. Mit der Zeit wurde es ihr sehr wohl in ihren Wänden. Aber so erreichen wir keine Menschen. Jesus fordert uns in der Bibel auf, zu den Menschen zu gehen und sie einzuladen. Wenn wir hier mutig sind, dann sehe ich positiv in die Zukunft.

Können Sie Beispiele aus der praktischen Arbeit nennen?

Im Berliner Stadtteil Schöneberg finden wöchentlich Freigottesdienste statt. An anderen Orten sind wir mit dem Einsatzwagen präsent. Die Menschen erkennen uns wieder und wissen, was wir machen. Die Winterspielplätze finden zwar in unseren eigenen vier Wänden statt. Aber ich finde sie wichtig, weil sie für Familien eine Anlaufstelle in der kalten Jahreszeit sind. Gewissermaßen ist das auch ein Schritt nach außen. In Bielefeld erreicht die Kältestreife im Winter viele Menschen. Wenn wir unterwegs sind, versorgen wir Menschen mit Decken oder stellen WLAN zur Verfügung. Die Heilsarmee muss den Mut haben, Kirche auf der Straße zu sein. Dann werden wir Menschen erreichen. Das zählt mehr als die Zahl besetzter Stühle im Gottesdienst.

Sind die militärischen Ränge und die Uniformen da noch zeitgemäß?

Die Heilsarmee ist in ihren Anfängen stark angeeckt. Dann ist das Angebot gewachsen. Straffe Organisationen und klare Strukturen haben im 19. Jahrhundert vielleicht gut zur deutschen Mentalität gepasst. Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es in Berlin 20 Gemeinden. Mit der Gründung der DDR wurde die gesamte Arbeit der Heilsarmee rigoros verboten. Seit der Wiedervereinigung sind im Osten spannende Arbeitsfelder entstanden. Dort gibt es kaum christliche Traditionen. Im Westen gab es großes Misstrauen gegen alles Militärische und Kriegerische. Ich kann verstehen, wenn Menschen eine christliche Organisation und Uniformen nicht vereinbaren können.

Gibt es auch positive Aspekte der Uniform?

Wir wollen für das Gute kämpfen und bekämpfen ganz bewusst Machtmissbrauch und Missstände. Paulus fordert Timotheus auf, ein guter Soldat Christi zu sein. Die Erkennbarkeit durch die Uniform ist ein hohes Gut. Letztens hat sich mir eine Frau am Flughafen in Polen aufgrund meiner Uniform anvertraut. Sie hatte Probleme mit ihrer Kreditkarte und war sogar bereit, mir ihre PIN zu verraten, was ich dankend abgelehnt habe. Das erlebe ich auch bei Konferenzen. Die Menschen wissen, mit wem sie es zutun haben. Ich trage aus diesem Grund gerne die Uniform. Sie signalisiert den Menschen Sicherheit.

Sie planen gerade Veränderungen im publizistischen Bereich. Was sind die Beweggründe?

Die Zeitschrift „Der Kriegsruf“ hat eine lange Tradition. Bald nach der Gründung der Heilsarmee gab es „The War Cry“, der auch in den übrigen Ländern in der jeweiligen Sprache etabliert wurde. Der Titel war bewusst provokativ. Damit wollte die Heilsarmee Aufmerksamkeit erregen und mit Menschen ins Gespräch kommen. Daraus hat sich dann das Heilsarmee Magazin entwickelt, um vor allem mit unseren Mitgliedern im Austausch zu bleiben. Inzwischen spielt sich Kommunikation digital ab. Dem wollen wir Rechnung tragen und setzen zukünftig auf andere Medien. Um mit Menschen außerhalb unsere Organisation in Kontakt zu treten, haben wir andere Kommunikationsmittel zur Verfügung. Um diese zu ergänzen, sind wir gerade im Austausch mit einem christlichen Verlagshaus.

Intern wird also nur noch online kommuniziert?

Ja. Ich sehe das aber nicht als Rückschritt. Die Umstellung bietet neue Möglichkeiten. Wir können aktueller sein mit Berichten aus der Leitungsebene und den Gemeinden. Parallel dazu soll es einen elektronischen Newsletter geben, der auf die Inhalte unserer Seite aufmerksam macht. Für die ältere Generation bieten wir weiterhin gedruckte Informationen an. Wir wollen uns aber auf die Kommunikationsgewohnheiten der Leser einstellen. Die Online-Lösung spart Kosten und intensiviert den Dialog.

Wo setzen Sie in Zukunft inhaltlich den Fokus Ihrer Medienarbeit?

Natürlich interessiert mich als Leiter die Entwicklung in den sozialen Medien. Doch auch ich muss diese zukünftig intensiver nutzen. Wie sie genutzt werden, sagt aber viel darüber aus, wie Menschen kommunizieren. Wir wollen mit diesen Kanälen Menschen mit unseren Angeboten erreichen und hoffen, dass sie diese weiter verbreiten und verwenden. Wir wollen Inhalte auf Augenhöhe liefern. Der Medienkonsum ist stark individualisiert. YouTube hat einen großen Einfluss auf junge Menschen. Deswegen müssen wir sie individuell abholen.

Wie sind Sie da aufgestellt?

Wir erarbeiten zurzeit eine Kommunikationsstrategie. Ich sehe die Gefahr der Parallelgesellschaften und der Individualisierung. Jeder sieht seine benutzten Kanäle als seine Wirklichkeit an. Wir glauben an die Bibel und Wahrheiten, die Jahrtausende überdauert haben. Wir müssen uns dafür einsetzen, diese Wahrheiten auch in den sozialen Medien zu verbreiten, damit Menschen auch in Zukunft etwas mit Gott und der Bibel anfangen können.

In der aktuellen Ausgabe des Magazins beschäftigen Sie sich mit dem Spagat zwischen Konservatismus und Revolution. Wie wollen Sie diesen bewältigen?

Wir müssen unterscheiden zwischen der Substanz und der Art und Weise, wie wir diese Substanz kommunizieren. Die Heilsarmee hat von Anfang an nie die Inhalte der Kirche infrage gestellt. Sie wollte aber innovative Mittel nutzen, damit die Botschaft möglichst viele Menschen erreicht. Deshalb fanden Versammlungen in Tanzlokalen statt. Es wurden Schlagermelodien verwendet, um dazu geistliche Worte zu singen. Wir müssen in der Gegenwart auch Kanäle finden, um unsere relevanten Wahrheiten zu vermitteln. Kürzlich gab es auf YouTube einen Musikbeitrag einer unserer Brass-Bands. In Berlin gibt es das Limelight-Collective, ein Projekt eines professionellen Tänzers. Die Teilnehmer reflektieren Bibeltexte unterschiedlich. Einer studiert einen Tanz ein, der andere zeichnet etwas oder erstellt ein Video. Am Ende zeigen sich die Teilnehmer, wie sie das Bibelwort inspiriert hat.

Ihre Vorgängerin Marie Willermark war drei Jahre im Amt. Wie lange bleiben Sie an der Spitze?

Sie hatte das Ruhestandsalter erreicht. Jetzt wurde ich zu ihrem Nachfolger berufen. Sie hat die sozialen Medien gut bespielt, mit ihrem Facebook-Auftritt und einem Blog. Auch alle Themen rund um Frauen in der Heilsarmee hat sie gestärkt. Da haben wir eine lange Tradition und da sollten wir dranbleiben. Ich habe noch drei Jahre, bis ich in Rente gehe. Das ist keine lange Zeit, aber die Leitungsspitze der Heilsarmee möchte wahrscheinlich Personen mit einer gewissen Erfahrung. Ich empfinde die kurze Spanne aber nicht nur als Nachteil. Einem Visionär folgt vielleicht jemand, der gewisse Dinge festigt. Ich muss als Leiter offen bleiben, Dinge anzugehen und sie zu verändern.

Werfen wir einen Blick nach vorne. Wo würden Sie die Heilsarmee gerne in zehn Jahren sehen?

Ich möchte, dass die Menschen sie weiterhin kennen. Die Heilsarmee soll mutig sein und auch in schwierigen Situationen klare Aussagen treffen. Ich denke vor allem an die Themen Menschenhandel und Abhängigkeit. Ich möchte gerne die zunehmende Vereinsamung bekämpfen, die stattfindet. Die Heilsarmee muss auch neue Impulse setzen, die sich noch abzeichnen werden. Die Leitung wird das nicht alleine schaffen, sondern gemeinsam mit der Basis werden wir neue Angebote entwickeln. da wo Menschen uns brauchen.

Vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Johannes Blöcher-Weil

Die Heilsarmee ist eine christliche Freikirche mit ausgeprägter sozialer Tätigkeit. Sie nahm im Jahr 1865 in London/England ihren Anfang und verbreitete sich ab den 1880er Jahren schrittweise über die ganze Welt. Seit 2018 ist sie in 131 Ländern vertreten und hat weltweit etwa 1,7 Millionen Mitglieder. Ihre Schwerpunkte liegen in der Sozialarbeit und der christlichen Verkündigung. In über 14.000 Gemeinden, über 3.000 Schulen, 3.600 Sozialinstitutionen, 52 Krankenhäusern und 288 Gesundheitszentren und Kliniken beschäftigt sie über 26.000 Offiziere und mehr als 112.000 Angestellte. Ihr Gründer ist der methodistische Pfarrer William Booth. 1878 bekam sie ihren heutigen Namen. In Deutschland gibt es die Heilsarmee seit 1886. 1961 wurde das Nationale Hauptquartier von Berlin nach Köln verlegt. In Deutschland ist die Heilsarmee Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ (ACK) und der „Evangelischen Allianz“. Die Leitung hat seit Juli 2019 Oberst Hervé Cachelin.

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