Hat Ambitionen auf den Posten des EU-Kommissionspräsidenten: CSU-Politiker Manfred Weber

Hat Ambitionen auf den Posten des EU-Kommissionspräsidenten: CSU-Politiker Manfred Weber

Weber möchte EU-Kommissionspräsident werden

Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber will 2019 Nachfolger von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker werden. Der 46-Jährige erklärte am Mittwoch in Brüssel seine Bewerbung um die Spitzenkandidatur der Europäischen Volkspartei bei der Europawahl im Mai, wie er auf Twitter mitteilte.

Manfred Weber wird sich um den Posten des EU-Kommissionschef Juncker bewerben. Damit könnte er 2019 die Nachfolge des Amtsinhabers Jean-Claude Juncker antreten. Weber ist derzeit der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei im Europaparlament, die die meisten Sitze im Parlament hat.

Weber gehört zum gemäßigteren, europafreundlichen CSU-Flügel. Im Flüchtlingsstreit mit der Kanzlerin versuchte er laut Spiegel Online früh, seine Parteifreude zum Einlenken zu bewegen. Weber hat damit als erster seine Kandidatur bekanntgegeben. Andere Bewerber der EVP können sich noch bis Mitte Oktober melden. Die Entscheidung fällt der EVP-Parteitag Anfang November.

Identität Europas ist christlich

Im Interview des Christlichen Medienmagazins pro hatte Weber betont, dass es ihm Mut mache, dass sich viele Menschen in Europa zum christlichen Glauben bekennen: „Für mich gibt es daher überhaupt keinen Zweifel, dass die Identität dieses Kontinents vor allem christlich ist“. Wer das bestreite, betreibe „Realitätsverweigerung“.

Skeptisch äußerte sich Weber zu der Frage, ob die Türkei der Europäischen Union beitreten könne. „Neben der Grundrechtecharta ist auch die Geografie eine wichtige Frage, ob ein Land zur Europäischen Union gehören kann. Ansonsten würden wir Europa deutlich überdehnen“, sagte der CSU-Politiker. Niemand würde behaupten, die Kurdengebiete an der irakischen Grenze würden zu Europa gehören: „Konkret heißt das: Die Türkei kann kein Mitglied der Europäischen Union werden.“

Christliche Werte als Leitplanken

Auf seiner eigenen Internetseite bezeichnet der 46-Jährige Religion nicht als verstaubt, sondern als hochmodern. Die durch den christlichen Glauben vermittelten Werte seien in der technisierten und ökonomisierten Welt aktueller denn je. Religion empfindet er als etwas zutiefst Privates: „Die Frage, ob ich an Gott glaube, ob er mich in meinem Leben trägt, muss jeder für sich beantworten. Ich sage ja, andere nein.“ Die christlichen Werte hält er für feste Leitplanken politischen Handelns.

Manfred Weber hat nach dem Ingenieurstudium an der Fachhochschule München eine „klassische Parteikarriere“ absolviert. 2002 wurde er erstmals Mitglied des Bayerischen Landtags. Mit der Europawahl 2004 wechselte er ins Europäische Parlament. Zudem war er Landesvorsitzender der Jungen Union Bayern. Weber gehört aktuell dem CSU-Präsidium an. Seit 2014 ist er Fraktionschef der EVP.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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