Eine Statue zur Ehren des Erfinders des Basketballs in der „Naismith Memorial Basketball Hall of Fame“ in Springfield, Massachusetts

Eine Statue zur Ehren des Erfinders des Basketballs in der „Naismith Memorial Basketball Hall of Fame“ in Springfield, Massachusetts

Basketball ist eine Erfindung des CVJM

Die Entstehung des Basketball hat einen christlichen Hintergrund. Daran erinnert die Neue Zürcher Zeitung.

Als er seiner Tochter beim Basketball-Training zusah, sei ihm eine Frage gekommen, schreibt der NZZ-Autor Mikael Krogerus. „Wer hat diesen Sport eigentlich erfunden?“ Daraufhin erinnert der Journalist in der Schweizer Zeitung daran, dass das weltweit beliebte Spiel von einem kanadischen Arzt und Seelsorger namens James Naismith 1891 beim YMCA („Young Men’s Christian Association“, deutsch: Christlicher Verein Junger Menschen, CVJM) in Springfield (Massachusetts) erfunden wurde.

Naismith wurde am 6. November 1861 in der kanadischen Provinz Ontario geboren. Als er neun Jahre alt war, starben seine Eltern. Er wuchs bei Verwandten auf und arbeitete bereits mit zehn Jahren als Holzfäller. Im Alter von 21 studierte er an der McGill University in Montréal Philosophie und Hebräisch, bis er 1887 seinen Bachelor-Abschluss machte. An der Universität betrieb er Gymnastik und spielte Football.

Anschließend studierte er Theologie am Presbyterian College und verdiente sein Geld als Sportlehrer. Seinen Abschluss machte er 1890. Er erkannte, dass er auf dem Gebiet des Sports wohl mehr Einfluss auf junge Menschen haben würde als im Pfarrdienst. Deshalb wurde er Sportlehrer an der International YMCA Training School in Springfield. Am 7. Dezember 1891 beauftragte der örtliche Direktor des YMCA Naismith damit, einen neuen Hallensport für eine junge Studentengruppe zu gestalten. Er gab ihm zwei Wochen Zeit.

Alternative zu bisherigen Sportarten

Der 30-jährige Naismith plante die neue Sportart wie am Reißbrett. Dafür verglich er bereits existierenden Sportarten. Das Spiel sollte weniger Gewalt enthalten als Football, es sollte keinen Torwart geben wie beim Eishockey, der Ball sollte größer sein als beim Baseball und es sollten mehr Tore fallen als beim Fußball. „Ferner, so notierte er, müsse der Ball bei fast jedem Spielzug demokratisch durch die Hände möglichst vieler Spieler laufen“, schreibt die NZZ.

Für das neue Spiel befestigte der Hausmeister der Schule zwei Pfirsichkörbe an drei Meter hohen Balkonen der YMCA Training School. Die damals zufällig bestimmte Aufhängehöhe von zehn Fuß (3,05 Meter) ist bis heute international gültig. Damals mussten die Bälle nach einem erfolgreichen Wurf noch mit Stöcken aus den Körben geholt werden. Erst 1906 wurden die nach unten hin offenen Netze angebracht.

Die Regeln des neuen Spiels wurden im Magazin des YMCA veröffentlicht und fanden schnell Verbreitung im Land. Diese 13 Grundregeln, die damals aufgestellt wurden, sind bis heute fast unverändert gültig. Die originalen Blätter mit den Regeln in der Handschrift Naismiths wurden 2010 bei einer Auktion für 4,3 Millionen Dollar versteigert. Der Geschäftsmann David Booth, der aus Lawrence im US-Bundesstaat Kansas kam, wo Naismith lange Zeit gelebt hat, kaufte die Dokumente und schenkte sie der University of Kansas, wo sie bis heute ausgestellt werden.

Im Jahr 1894 heiratete Naismith seine Frau Maude. Im Jahr 1916 meldete er sich bei der Armee. Er organisierte Sportveranstaltungen, hielt Andachten ab und war Seelsorger für die Soldaten. Nach Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg war Naismith für 19 Monate als Militärkaplan über den YMCA auch in Paris stationiert.

Nach dem Krieg war er bis zu seiner Pensionierung 1937 Sportdirektor an der University of Kansas. Naismith starb am 28. November 1939 in seiner Heimatstadt Lawrence in Kansas. Zu diesem Zeitpunkt war Basketball bereits im ganzen Land bekannt und sogar bereits olympische Disziplin. Zu Ehren des Erfinders des Basketball erschien 1961 in den USA eine Briefmarke. Seit 1969 wird jährlich an den besten College-Spieler der USA die Auszeichnung mit dem Titel „Naismith Player of the Year Award“ vergeben.

Von: Jörn Schumacher

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