Hat sich von der Erotikszene abgewendet und ihren Weg zu Gott gefunden: Tina Schmidt, früher Tina „Venus“ Weiss

Hat sich von der Erotikszene abgewendet und ihren Weg zu Gott gefunden: Tina Schmidt, früher Tina „Venus“ Weiss

Ein echter Schrei nach Liebe

Tina „Venus“ Weiss kennt das Erotik-Geschäft aus dem Effeff. Sie war TV-Moderatorin für das Schweizer Sex-Magazin „Lust und Laune“. Die Zeitschrift Sonntagsblick verrät in einem Porträt, seit wann und warum der christliche Glaube im Leben der Frau eine Rolle spielt.

Tina Weiss war so etwas wie das Gesicht der Schweizer Erotik-Szene. Sie arbeitete für die Sendung „Lust und Laune“ und interviewte Menschen zu ihren sexuellen Vorlieben und Fantasien. Ihre Bekehrung zum christlichen Glauben hat die gelernte Buchhändlerin jetzt in dem Buch „Venus – mein Leben zwischen Freiheit und Liebe“ aufgeschrieben, das im Fontis-Verlag erschienen ist.

Wilde Partys und wechselnde Partner gehörten für sie zum Alltag. Tina Weiss arbeitete für den Playboy und für Modezeitschriften. „Es wurde getrunken, gekifft und gekokst, die Entgleisung war die Norm“, beschreibt der Schweizer Sonntagsblick ihren Alltag. Tina Weiss hat selbst 15 Jahre lang gekifft: „Das normale Leben in der Kreativwirtschaft halt“, erklärte sie dem Schweizer Tagesanzeiger. Doch für sie selbst war dies ein Schrei nach echter Liebe.

„Hatte keine Ahnung, wer mich gerufen hat"

Weiss hatte zwei Abtreibungen hinter sich, als sie Mitte Februar 2011 auf einer Sitzbank in der Zürcher Innenstadt ein Aha-Erlebnis hat. „Plötzlich hörte ich eine deutliche Stimme, als würde jemand zu mir sprechen: ‚Gib das alles auf und folge mir. Das ist nicht mehr dein Leben.‘ Ich hatte keine Ahnung, wer mich gerufen hatte. Doch ich wusste, dass dies keine Halluzination war, und spürte intensiv, dass ich diesem Ruf folgen sollte“, schreibt sie in dem Buch.

„Meine Bestimmung gefunden“

Mit 37 Jahren zieht sie die Notbremse. Sie sucht nach Dingen, die ihrem Leben Halt geben – auch in anderen Religionen. Sie schließt ihre Agentur. Ein Theologe aus ihrem Umfeld lädt sie ein, ein Waisenhaus in Indien zu besuchen. Sechs Monate lang lebt sie in der protestantischen Einrichtung. Sie liest zum ersten Mal in der Bibel. Tina Weiss möchte Jesus folgen und lässt sich taufen. Dadurch ändert sich ihr Leben von Grund auf. Auch ihren „größten Götzen Sexualität“ legte sie vor Gott hin.

Sie lässt sich in Indien taufen. Nach acht Monaten in der Studiengemeinschaft L’Abri und zurück bei den Eltern begann sie ein Studium am International Seminary of Theology and Leadership in Zürich. Von 2013 bis 2016 arbeitet sie als Betreuerin bei den Sozialwerken von Pfarrer Ernst Sieber. Auch privat hat sie ihr Glück gefunden. 2016 heiratete sie ihren jetzigen Ehemann Samuel Schmidt. Aktuell ist Tina Weiss als Sprecherin, Evangelistin, Autorin und Ehefrau unterwegs und bekennt gegenüber der Zeitung: „Ich habe meine Bestimmung gefunden“. (pro)

Von: jw

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