Online-Gottesdienste sind unter Amerikanern während der Corona-Pandemie beliebt

Online-Gottesdienste sind unter Amerikanern während der Corona-Pandemie beliebt

Drei Viertel der US-Christen besuchen Online-Gottesdienste

Viele Amerikaner nutzen in der Corona-Pandemie Online-Gottesdienste. Bei den Christen unter ihnen sind es sogar 74 Prozent. Das ergab eine Umfrage des Pew-Research-Centers. Die Hälfte der Amerikaner kam zudem durch Covid-19 das erste Mal mit den Online-Formaten in Kontakt.

Ein Drittel aller Amerikaner hat aufgrund der Coronavirus-Pandemie regelmäßig an Online-Gottesdiensten teilgenommen. Das ergab eine Umfrage des Pew-Research-Centers, die Mitte Juli durchgeführt wurde. Nur zwölf Prozent der Amerikaner haben hingegen die Gemeinde selbst aufgesucht und dort Gottesdienste verfolgt. Unter denjenigen, die sich explizit als Christen bezeichnen und auch vor der Pandemie regelmäßig in den Gottesdienst gegangen sind, haben sogar 74 Prozent Online-Gottesdienste verfolgt. 33 Prozent sind weiter in ihre Gemeinde vor Ort gegangen.

54 Prozent aller Amerikaner haben aufgrund der Pandemie zum ersten Mal einen Online-Gottesdienst besucht. Bei den regelmäßigen Gemeindegängern waren das ebenfalls 55 Prozent. 46 Prozent der US-Bürger haben schon vor Covid-19 Online-Gottesdienste geschaut. Unter den Christen waren es 44 Prozent. Viele haben sich dabei die Gottesdienste der Gemeinde angeschaut, die sie sonst auch besuchen würden. Unter allen Amerikanern waren das 40 Prozent, unter den Christen 42 Prozent. 29 Prozent aller Amerikaner haben die Pandemie genutzt, um neue Online-Gottesdienst-Formate anzuschauen von Gemeinden oder religiösen Organisationen, die sie sonst nicht besuchen würden. Unter den Christen waren das 27 Prozent.

Fast alle waren zufrieden mit den Gottesdienste, die ihnen online geboten wurden. Unter allen US-Bürgern waren das 91 Prozent, unter den Christen sogar 93 Prozent. In beiden Fällen gaben die Befragten zu 54 beziehungsweise zu 57 Prozent an, dass sie sogar sehr zufrieden gewesen seien.

Keine dauerhaften Auswirkungen

Mehr als die Hälfte aller Amerikaner (54 Prozent) und der Christen unter ihnen (57 Prozent) gaben an, dass sich ihr Spenderverhalten gegenüber der Gemeinde, die sie normalerweise besuchen, nicht geändert habe und sie weiterhin den gleichen Betrag gespendet hätten. In beiden Fällen gaben acht Prozent an, dass sie sogar mehr gespendet hätten, während 19 Prozent sagten, weniger gespendet zu haben.

Dauerhafte Veränderung hat die Pandemie bei vielen Gottesdienstgängern nicht zur Folge. 42 Prozent aller Amerikaner gaben, sie würden nach Covid-19 genauso oft Gottesdienste in persona besuchen wie vorher. Unter den Christen waren es 59 Prozent. Zehn beziehungsweise 13 Prozent gaben an, dass sie nach Corona öfter zu Gottesdiensten gehen würden. Nur wenige gaben außerdem an, sie würden nach dem Ende der Pandemie häufiger Online-Gottesdienste schauen. Unter allen US-Amerikanern waren es sechs Prozent, unter den Christen neun Prozent.

Von den regelmäßigen Kirchgängern, die sich einer festen Gemeinde zugehörig fühlen, gaben außerdem 79 Prozent an, ihre Kirche würde Online-Gottesdienste anbieten. Nur 20 Prozent verneinten dies. 64 Prozent derer, die auch sonst regelmäßig Gottesdienste besuchen, gaben zudem an, sie seien froh, Gottesdienste besuchen zu können, ohne das Risiko einzugehen, sich das Coronavirus einzufangen.

79 Prozent aller Amerikaner finden, dass für Kirchen und Gemeinden dieselben Regeln in Bezug auf die Eindämmung der Corona-Pandemie gelten sollten, wie auch für andere öffentliche Einrichtungen. Nur 19 Prozent meinen, für religiöse Stätten müsse es mehr Flexibilität geben.

Von: Swanhild Zacharias

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