Das geplante Rettungsschiff soll von der Organisation Sea-Watch eingesetzt werden

Das geplante Rettungsschiff soll von der Organisation Sea-Watch eingesetzt werden

„Überwältigende Unterstützung zur Seenotrettung“

Das Bündnis „United 4 Rescue“ hat einen Teilerfolg erzielt. Wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) auf ihrer Internetseite meldet, gibt es bereits jetzt genügend Spenden und Bündnispartner, um an der Ersteigerung eines Rettungsschiffs für Flüchtlinge teilzunehmen.

Mehr als 2.500 Einzelspender und 250 Bündnispartner wollen die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) bei ihren Bemühungen zur Seenotrettung im Mittelmeer unterstützen. Aus Sicht des EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm mache dies deutlich, „dass die Hilfsbereitschaft für Menschen in Not in der Bevölkerung tief verankert ist“.

Im November wurde das Bündnis „United 4 Rescue“ gegründet und mit der Spendensammlung begonnen. Laut EKD gebe es jetzt bereits genug Spenden, um bei der Ersteigerung eines Schiffes zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer mitbieten zu können. Dies meldet der Evangelische Pressedienst und beruft sich dabei auf EKD-Pressesprecher Joachim Lenz.

In Kiel habe sich eine EKD-Delegation das Forschungsschiff Poseidon angeschaut. Es soll im Januar im Zuge eines Gebotsverfahrens verkauft werden. Die Kosten dafür könnten bei rund einer Million Euro liegen. Bedford-Strohm bezeichnete den Spendenverlauf als „überwältigende Unterstützung“. Diese stimme ihn „zuversichtlich, ein zusätzliches Schiff in den Einsatz im Mittelmeer zu bringen und die Seenotrettung zu unterstützen, solange eine dringend notwendige europäische Lösung nicht in Sicht ist“.

Aus Mitteln des Erzbistums hatte der Münchner Kardinal Reinhard Marx, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz ist, 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus hat unter anderem die Evangelisch-reformierte Kirche die Sammlung mit 15.000 Euro, die oldenburgische Kirche mit 20.000 Euro und die Evangelische Kirche im Rheinland mit 100.000 Euro unterstützt.

Kirchentags-Resolution als Auslöser

Basis für die Gründung der Initiative „United4Rescue – Gemeinsam Retten“ war eine Resolution des Evangelischen Kirchentages in Dortmund im Juni. Dort hatten Kirchentagsbesucher die Entsendung eines Rettungsschiffes der Evangelische Kirche ins Mittelmeer gefordert. 40.000 Personen unterstützten das Ansinnen.

Die EKD beschloss daraufhin, sich mit einem eigenen Fahrzeug in der Seenotrettung im Mittelmeer zu engagieren. Das Rettungsschiff soll dann von der Organisation Sea-Watch im Laufe des Jahres 2020 eingesetzt werden. Zu den Bündnispartnern gehören neben kirchlichen Organisationen unter anderem die AWO, Diakonische Werke, ProAsyl und Privatpersonen.

Von: Johannes Blöcher-Weil

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