Stephan Holthaus, Rektor der FTH in Gießen (re.), und Roel Kuipen von der Theologischen Universität Kampen haben die Zusammenarbeit per Unterschrift besiegelt

Stephan Holthaus, Rektor der FTH in Gießen (re.), und Roel Kuipen von der Theologischen Universität Kampen haben die Zusammenarbeit per Unterschrift besiegelt

Deutschlandpremiere: Evangelikale Hochschule bietet Promotion an

Erstmals in Deutschland bietet eine Hochschule mit evangelikaler Prägung ein Promotionsstudium an. An der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH) können Masterabsolventen ab Ende des Jahres eine Promotion in Theologie beginnen.

Ab dem Wintersemester 2019/20 startet die Freie Theologische Hochschule Gießen (FTH) zusammen mit der Theologischen Universität Kampen aus den Niederlanden ein gemeinsames Promotionsprogramm. Bewerben können sich evangelische Theologen, die einen „sehr guten Masterabschluss“ mitbringen, teilte Stephan Holthaus, Rektor der FTH, mit. Generell könne der angestrebte Doktortitel in allen Abteilungen der Theologie gemacht werden, je nach gewünschtem Themenbereich.

Jeweils ein Professor der FTH sowie einer der Theologischen Universität Kampen betreuen die Doktoranden. Den Doktortitel vergibt letztlich die Universität Kampen. Der Vorteil der Zusammenarbeit liege laut Holthaus darin, dass „kooperative Promotionsprogramme (...) Hochschulen ohne eigenes Promotionsrecht die Möglichkeit (geben), sich an universitären Doktorprogrammen zu beteiligen.“ Doktoranden bezahlen für das Programm eine jährliche Gebühr von 3.000 Euro.

„Nachwuchs der evangelikalen Bewegung fördern“

Die FTH bezeichnet sich als „bibeltreu, wissenschaftlich und praxisnah“ und hat derzeit rund 150 Vollzeitstudierende. Studienleistungen von theologischen Hochschulen in freikirchlicher oder freier Trägerschaft werden an den theologischen Fakultäten von Universitäten nur in Einzelfällen anerkannt. Sie berechtigen daher nicht pauschal zum Ersten Theologischen Examen, das die Landeskirchen abnehmen. Absolventen der FTH arbeiten als hauptamtliche Mitarbeiter in Freikirchen oder landeskirchlichen Gemeinschaften oder in verschiedenen Funktionen in christlichen Werken, als Bibelschullehrer oder Missionare.

Mit dem Promotionsstudiengang möchte die FTH das Ziel intensivieren, „sich stärker an der Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses für die evangelikale Bewegung zu beteiligen“. Holthaus äußerte gegenüber pro: „Das Doktoralprogramm verstehen wir als Nachwuchsförderung für die gesamte evangelikale Bewegung. Es braucht mehr gut qualifizierte Akademiker für die vielen evangelikalen Ausbildungsstätten und solide wissenschaftliche Forschungsbeiträge.“

Von: Stefanie Ramsperger

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