Beim Projekt createsoundscape sollen Jugendliche die Bedeutung von Kirchenglocken entdecken

Beim Projekt createsoundscape sollen Jugendliche die Bedeutung von Kirchenglocken entdecken

Jugendliche für Kirchenglocken begeistern

Ein Projekt der Evangelischen Kirche will Jugendliche für Kirchenglocken begeistern. Sie sollen eine digitale Landkarte von deutschen Glocken erstellen.

Das Projekt Createsoundscape wurde von Martin Kares initiiert und will Jugendliche für das Kulturgut Kirchenglocken begeistern. Jugendgruppen aus ganz Deutschland sollen Informationen über Kirchenglocken sammeln und Tonaufnahmen machen: „Die Jugendlichen sollen eine klingende Landkarte erschaffen, weshalb die Kampagne ja auch createsoundscape heißt.“

Die gesammelten Daten werden dann von Mitarbeitern des Projekts in einer digitalen Karte eingetragen, die über das Internet abrufbar ist. Wie evangelisch.de meldet, richtet sich das Projekt nicht nur an kirchliche, sondern an alle Arten von Jugendgruppen. Es wird unter anderem aus Mitteln des europäischen Kulturerbejahres finanziert. Die aktive Phase des Projekts hat im September begonnen und geht bis Ende 2019.

Martin Kares ist Leiter des Orgel- und Glockenprüfungsamtes der Evangelischen Landeskirche in Baden. Er sieht die Glocke als Kulturgut nicht in Gefahr: „Glocken sind selbstverständlicher Teil unserer Kultur, sodass ‚Lobbyarbeit‘ nicht nötig ist. Allerdings muss man die Kultur auch pflegen.“

Läuten als Gebetsruf

Ursprünglich war es die Idee des Freiburger Orgelinspekteurs Johannes Wittekind und nur ein regionales Projekt. Kares engagierte sich für die bundesweite Ausdehnung und stellte es 2017 beim Auftakt des europäischen Jahres des Kulturerbes in Mailand vor. Durch das Projekt sollen Jugendliche dazu angeregt werden, sich mit der Glocke als Teil unserer Kultur auseinanderzusetzen. Über die Internetseite werden auch Materialien zur Verfügung gestellt, mit denen zum Beispiel Projekttage veranstaltet werden können.

Kares möchte die vielfältigen Gründe für das Läuten der Glocken im Alltag wieder in den Vordergrund rücken: „Das Läuten ist kein leeres Gebimmel, sondern der Ruf zum Gebet – so ist es gesetzlich geschützt.“ Dazu wurde eine Broschüre erstellt, die Möglichkeiten zeigt, solche Anlässe in Gemeinden mit Inhalt zu füllen.

„Wir wollen mindestens 1.500 Geläute auf der Karte dokumentiert haben – ein Ziel, das erreichbar sein dürfte“, sagte Kares. Außerdem wünsche er sich, dass die Förderung nach 2019 weitergeht, damit Gemeinden weiterhin kostenlos Einträge machen können.

Von: Tobias Schneider

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