Das Bistum Augsburg nutzt das Netzwerk WhatsApp, um seine Gebetsnetzwerke zu vertiefen. Damit sollen vor allem junge Leute angesprochen werden.

Das Bistum Augsburg nutzt das Netzwerk WhatsApp, um seine Gebetsnetzwerke zu vertiefen. Damit sollen vor allem junge Leute angesprochen werden.

1.000 Jugendliche beten bei WhatsApp

Wenn Jugendliche Menschen zum Beten brauchen, können sie jetzt ein Angebot des Bistums Augsburg nutzen. Es will viele Jugendliche über regionale WhatsApp-Gruppen vernetzen und ihnen einfache Hilfestellungen und tägliche Impulse für das persönliche Gebet liefern.

„Wer glaubt, wer betet, ist nie allein“, heißt das Motto einer neuen Gebetsplattform des Bistums Augsburg. Mit „Einfach gemeinsam Beten“ können sich junge Menschen aus unterschiedlichen Regionen miteinander vernetzen und sich gegenseitig inspirieren. Bereits wenige Tage nach dem Start gibt es 50 Gruppen aus Deutschland und Österreich mit rund 1.000 Teilnehmern, die das tun.

Den ersten Gebetsimpuls beim Start am 13. Januar hatte der Augsburger Weihbischof Florian Wörner an über 50 Netzwerker verschickt. Er erinnerte an das biblische Wort aus Johannes 10. Der Theologe warb dafür, sich Zeit für Gott zu nehmen, der sich auch Zeit für uns genommen habe „und gekommen ist, damit wir das Leben haben und es in Fülle haben“.

Inspiriert durch Weltjugendtag

Regionale WhatsApp-Gruppen können sich so zum Beten verabreden und die bisher virtuellen Gebetsfreunde auch persönlich kennenlernen. Initiiert hat das Ganze Jugendpfarrer Daniel Rietzler, der die Idee nach dem Weltjugendtag in Krakau 2016 hatte. Nach solchen spirituellen Höhepunkten sei es wichtig, mit Jesus verbunden zu bleiben. Das Gebet mache deutlich, dass „wir ein Leib sind“.

Das soziale Netzwerk WhatsApp helfe gut dabei, vielen Jugendlichen Gebetsimpulse zu geben, sie zu vernetzen und selbst zum Bestandteil des Netzwerks zu machen. So werde das Gebet hoffentlich Bestandteil ihres Alltags. Neben Rietzler gehören auch Frater Dominikus und ein Leitungsteam um den Jugendreferenten Johannes Datzmann dazu.

Jesus als Gebets-Vorbild

Die Jugendlichen selbst leiten zum Teil die regionalen WhatsApp-Gruppen, veröffentlichen Audio-Impulse und organisieren regionale Austauschtreffen. Als Vorbild gilt den Katholiken des Bistums Jesus selbst. Er habe immer wieder im Gebet mit seinem Vater gesprochen. Die Erneuerung des christlichen Glaubens und der Kirche komme aus dem Gebet, teilte das Bistum mit. Einbezogen werden soll auch das bereits vorhandene Gebetsnetz der Klöster. Sie seien angefragt, die Jugendlichen auf ihrem Weg ins „Abenteuer des Gebets“ zu begleiten und deren Bedürfnisse mitzutragen.

Das neue Projekt ist Bestandteil der Dialogplattform credo-online. Dort gibt es neben persönlichen Glaubenszeugnissen auch eine virtuelle Kapelle, in der die Nutzer Gebetsanliegen formulieren können, für die Theologen dann beten. Für das Projekt hat das Bistum Augsburg zwei Vollzeitstellen zur Verfügung gestellt. (pro)

Von: jw

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