Die Spende ist ein traditioneller Weg der Mittelbeschaffung für kirchliche Projekte
Die Spende ist ein traditioneller Weg der Mittelbeschaffung für kirchliche Projekte

Kirchliche Crowdfunding-Plattform online

Hauptquelle der Kirchen zur Finanzierung von Projekten ist die Kirchensteuer. Nun bemüht sich eine Landeskirche der EKD erstmals um eine Alternative.

Unter der Namen „evangelisch-bildungsstark“ haben die Evangelische Schulstiftung und die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) am Freitag die erste Crowdfunding-Plattform für christliche Bildungsprojekte in Deutschland gestartet. Mittels der Internetseite sollen auf digitalem Wege Projekte im Bildungsbereich durch Mikro-Beträge von Freunden, Förderern, Stiftungen, Unternehmen und anderen Interessierten finanziert werden. Die Spendenplattform ist offen für alle gemeinnützigen evangelischen Bildungsprojekte.

Projekte verdienen Aufmerksamkeit

Als Crowdfunding bezeichnet man die Geldbeschaffung für Projekte und Geschäftsideen, meist in Form von stillen Beteiligungen, durch kleine Einzelbeträge vieler Investoren, die über das Internet angesprochen und gewonnen werden. Weniger geläufig ist der Begriff der Schwarmfinanzierung. Zu dem neuen kirchlichen Finanzierungmodell sagt Christian Tilker, Kaufmännischer Vorstand der Evangelischen Schulstiftung: „Wir hoffen, dass die Seite „Ideengeber“ und „Wohltäter“ zusammenbringt, auch über die Finanzierung hinaus“. Friedhelm Kraft, Leiter der Abteilung Bildung, Schulen und Religionsunterricht der EKBO, vertritt die Auffassung, dass viele Bildungsprojekte auch im Religionsunterricht „größere Aufmerksamkeit verdienen und finanzielle Unterstützung benötigen.“ Dafür sei die Website geschaffen worden.

Die Crowdfundingplattform startet mit neun Bildungsprojekten. Darunter ein Projekt mit Namen „Generationsbrücke“, das Schülern der 4. Klasse eine Begegnung mit Bewohnern eines Seniorenheimes ermöglichen soll. Die Evangelische Schulstiftung ist nach eigenen Angaben Trägerin von 35 Schulen und 16 Horten in Berlin und Brandenburg. Mit rund 10.000 Schülern und 1.200 Mitarbeitern ist sie die größte freie Bildungsträgerin der Region. Die Schulen der Evangelischen Schulstiftung sind offen für alle Kinder, unabhängig von deren religiösem, kulturellen und sozialen Hintergrund. Die EKBO nimmt mit der Abteilung „Bildung, Schulen und Religionsunterricht“ Bildungsmitverantwortung in den Schulen durch den Religionsunterricht wahr. Die inhaltliche und dienstrechtliche Verantwortung für den Religionsunterricht liegt bei der EKD-Landeskirche. Rund 114.000 Schülerinnen und Schüler in Berlin und Brandenburg besuchen nach EKBO-Angaben evangelischen Religionsunterricht. (pro)

Von: nob

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