Kardinal Reinhard Marx wird neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz
Kardinal Reinhard Marx wird neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Reinhard Kardinal Marx Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

Die Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz hat am Mittwoch Reinhard Kardinal Marx zu ihrem neuen Vorstizenden gewählt. Marx tritt die Nachfolge von Erzbischof Robert Zollitsch an, der nach sechs Jahren im Amt aus Altersgründen ausscheidet.

Reinhard Kardinal Marx wird neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Das teilte der Leiter der Konferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, in einer Pressekonferenz am Mittwoch mit. Die Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz findet vom 10. bis zum 13. März in Münster statt. Der neue Mann an der Spitze der deutschen Katholiken wurde am 21. September 1953 im wesfälischen Geseke geboren. Nach dem Studium der Theologie und Philosophie in Paderborn, Paris, Münster und Bochum erhielt er am 2. Juni 1979 in Paderborn die Priesterweihe. Am 23. Ju1i 1996 hat Papst Johannes Paul II. Marx in Paderborn zum Weihbischof ernannt. Seit dem 2. Februar 2008 ist Kardinal Marx Erzbischof von München und Freising, nachdem er von 2002 bis 2008 Bischof von Trier war. In der Deutschen Bischofskonferenz ist Marx bisher Vorsitzender der Kommission für Gesellschaftliche und Soziale Fragen und stellvertretender Vorsitzender der Kommission für Weltkirchliche Fragen. Von 1999 bis 2008 war er Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax. Erst im März diesen Jahres hatte der Papst Marx zum Koordinator des neu geschaffenen Wirtschaftsrates im Vatikan berufen.

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat Reinhard Kardinal Marx zu dessen Wahl gratuliert: „Ich wünsche Kardinal Marx Gottes Segen für sein neues Amt und hoffe auf ein gutes und vertrauensvolles Zusammenwirken. Wir brauchen heute mehr denn je das gemeinsame Zeugnis unserer Kirchen, damit es deutlicher in unsere Gesellschaft hineinwirkt. Unsere Kirchen in ihrer Verschiedenheit sind gleichsam eine ,Ergänzungsgemeinschaft‘. Wir brauchen einander, um in gegenseitiger Ergänzung Leib Christi zu sein. Jesus Christus ist das lebendige Wort Gottes, auf das wir gemeinsam zu hören haben“, sagte Schneider in Hannover und verwies in diesem Zusammenhang auf das Wort Jesu aus dem Lehrtext der Herrnhuter Losung für den heutigen Tag: „Ja, selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.“ Der EKD-Ratsvorsitzende sagte weiter: „Ich hoffe auch auf ein gemeinsames Zeugnis für das Reformationsjubiläum im Jahre 2017. Es soll einen starken ökumenischen Akzent tragen.“

Auch der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), gratulierte Kardinal Reinhard Marx: „Die Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands freut sich, dass mit Ihnen ein Theologe den Vorsitz der Bischofskonferenz übernimmt, der vielfältige Leitungserfahrungen auf nationaler und internationaler Ebene mitbringt und es versteht, sein profundes theologisches und sozialethisches Wissen deutlich und verständlich in die gesellschaftliche Debatte einzubringen. Wir sind sicher, dass Sie die vertrauensvolle ökumenische Zusammenarbeit, die Sie bereits in München pflegen, nun auch auf Bundesebene in der Tradition Ihres Vorgängers fortführen werden. (pro)

Von: nob

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