"Protestantisch veranlagter Katholik": Norbert Lammert ist ein Streiter für die Ökumene
"Protestantisch veranlagter Katholik": Norbert Lammert ist ein Streiter für die Ökumene

Lammert: Basis, mehr Ökumene!

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat die Kirchenbasis dazu aufgefordert, sich stärker für die Ökumene zu engagieren. Der Katholik predigte am Dienstag in Berlin im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen.

„Wir sind nicht eins“, stellte Lammert in der St. Hedwigs Kathedrale fest und fragte: „Wollen wir es überhaupt sein?“ Nichts habe Paulus in seinem Brief an die Korinther so sehr empört wie die Tatsache, dass sich innerhalb der Gemeinde dort Gruppen gebildet hatten. Jesus gebe es aber nicht in verschiedenen Versionen. „Christus gibt es ganz oder gar nicht“, sagte der Politiker. Die Spaltung der Kirche sei ein „Ärgernis“, das heute wie zu biblischen Zeiten bestehe.

Lammert, der sich selbst als „prostestantisch veranlagten Katholik“ bezeichnete, fragte: „Sind unsere ökumenischen Aktivitäten nicht auch eine Mischung aus gutem, ernstem Willen und einem Ritual, das nicht weh tut?“ Gerade im Hinblick auf das Reformationsjubiläum forderte er ein Umdenken der Kirchen. Er sei sich sicher, dass es zum Fest „neue Literatur, brilliante Ausstellungen und grandiose Gottesdienste“ geben werde – nur danach bliebe alles so, wie es vorher war.

Der Bundestagspräsident erinnerte an die Einheit aller Christen durch die Taufe. Die entscheidende Frage sei nicht, ob es Unterschiede gebe. Jeder Christ müsse sich fragen, ob diese Unterschiede die Aufrechterhaltung der Teilung rechtfertigten. Dieses Nachdenken sei nicht an Synoden deligierbar: „Das ist unsere Verantwortung als Christenmenschen.“ (pro)

Von: al

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus

Anzeige