Der Schauspieler Samuel Koch möchte den Menschen Mut machen, ihren Nächsten zu lieben

Der Schauspieler Samuel Koch möchte den Menschen Mut machen, ihren Nächsten zu lieben

„Ich bin wertvoll – einfach, weil ich bin“

Seit seinem schweren Unfall in der Fernsehshow „Wetten, dass...?“ hat sich das Leben von Samuel Koch komplett verändert. Mit der Lähmung kam ihm aber auch die Erkenntnis: Gott liebt bedingungslos.

Auf der ökumenischen „MEHR“-Konferenz in Augsburg hat der querschnittsgelähmte Schauspieler Samuel Koch die Teilnehmer aufgefordert, sich selbst mehr anzunehmen. Alles funktioniere nach dem Prinzip: „tun, haben, sein“. In der Gesellschaft sei man erst jemand, wenn man etwas schaffe, was Ansehen, Geld oder ein großes Haus zur Folge habe. Diese Annahme halte er für grundverkehrt. Errungenschaften und Leistungen könnten nicht den eigenen Wert bemessen, denn diese seien vergänglich.

In seinem Leben habe Koch gelernt, dieses Prinzip einfach umzudrehen. Er sei wertvoll, einfach weil er existiere. Ihn fordere es jeden Tag aufs Neue heraus, mit dieser Einstellung zu leben. Aber es lohne sich.

„Ihr braucht nichts zu tun, aber tut etwas!“

Interessant sei für Koch dazu ein Blick in die Bibel. Er verwies auf eine Stelle im Zweiten Korintherbrief: „Lass dir an meiner Gnade genügen“ (2. Korinther 12,9). Dürfe man also einfach nur „sein, rumliegen und chillen?“, fragte der Referent. Die Bibel sage nämlich auch, dass ein Glaube ohne Taten tot sei. Der Schauspieler sah in den beiden Bibelstellen keinen Widerspruch: „Sie können parallel stattfinden.“ Daher empfehle er allen Teilnehmern der Konferenz, etwas zu tun, auch wenn man es nicht müsse.

Dies gelinge am einfachsten, wenn man das Prinzip „sein, haben, tun“ auf seine Mitmenschen anwende. In Zeiten der Digitalisierung könne jeder etwas verändern, egal unter welchen Umständen. Koch nannte den Social-Media-Onlinedienst Instagram. Er nutze die Plattform, um Menschen Mut zuzusprechen und sie zum Nachdenken anzuregen: „Denken beeinflusst das Handeln, Handeln die Gewohnheiten, und die Gewohnheiten formen den Charakter.“ Gewissermaßen betreibe er also Charakterbildung.

Von: Martin Schlorke

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