Pfarrer Gottfried Martens bietet christlichen Flüchtlingen Schutz in seiner Kirche in Berlin.

Pfarrer Gottfried Martens bietet christlichen Flüchtlingen Schutz in seiner Kirche in Berlin.

Bild-Zeitung thematisiert Christenverfolgung in Berlin

Ein afghanischer Flüchtling wurde von seinen eigenen Landsleuten bedroht – wegen seines christlichen Glaubens. Sein Schicksal ist kein Einzelfall, berichtet die Bild-Zeitung.

„Wenn du zurückkommst, bringen wir dich um!“ Damit haben muslimische Afghanen ihrem Landsmann Ghulam Hussain Rezaiee in einer Flüchtlingsunterkunft in Brandenburg gedroht. Er hatte zugegeben Christ zu sein, als diese feststellten, dass er im Ramadan nicht fastet. Das berichtete die Bild-Zeitung am Mittwoch. Rezaiees Landsleute hätten ihn angegriffen und beschimpft. Der 29-Jährige sei daraufhin aus der Unterkunft in die evangelisch-lutherische Dreieinigkeitskirche in Berlin-Steglitz geflüchtet.

Angesichts solcher Androhungen sei es für konvertierte Afghanen teilweise lebensgefährlich, ihren Glauben zu leben, bestätigt der Pfarrer der Kirche, Gottfried Martens gegenüber der Bild-Zeitung. „Mindestens einmal im Monat sucht ein verletzter Flüchtling bei uns Schutz vor Verfolgung.“ Die wenigsten erstatteten Anzeige, weil die Gegenseite oft eine ganze Reihe Zeugen stelle, die der Aussage widersprechen.

Die Bild-Zeitung zitiert außerdem das überkonfessionelle Hilfswerk „Open Doors“, das sich für verfolgte Christen weltweit einsetzt. Zwischen Februar und September vergangenen Jahres kam es in deutschen Flüchtlingsunterkünften zu 743 religiös motivierten Übergriffen auf Christen, ergab deren Erhebung. Mit 146 Opfern steht Berlin dabei auf Platz Eins. (pro)

Von: dem

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