In mehreren Kirchengemeinden Deutschlands ist das Friedenslicht aus Bethlehem am dritten Advent angekommen

In mehreren Kirchengemeinden Deutschlands ist das Friedenslicht aus Bethlehem am dritten Advent angekommen

Friedenslicht aus Bethlehem in Deutschland angekommen

Wie jedes Jahr ist das Friedenslicht aus Bethlehem auch nach Deutschland gebracht worden. Am Sonntag ist das Licht in München angekommen, von wo es sternförmig im Land verteilt wird.

Das in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündete Friedenslicht ist in Deutschland angekommen. Per Flugzeug wurde es nach Linz in Österreich transportiert. Am dritten Advenstsonntag erreichte das Licht München, von wo aus es in ganz Deutschland verteilt wird.

Das Friedenslicht ist eine Initiative des Österreichischen Rundfunks (ORF). In Deutschland wird das Licht als Gemeinschaftsaktion der Pfadfinderverbände weitergegeben. In über 100 Städten in Deutschland wird das Friedenslicht bis zum Heiligen Abend in Gottesdiensten weitergereicht. Dabei werden auch Gefängnisse, Krankenhäuser sowie Alten- und Obdachlosenheime berücksichtigt. In vielen Gemeinden brennt das Licht um Weihnachten in einem sicheren Gefäß in der Kirche – zum Abholen und Weitergeben.

Die Aktion steht in diesem Jahr unter dem Leitspruch „Mut zum Frieden“. Thorsten Zenk, Mitglied im Ringarbeitskreis des Friedenslichts und Friedenslicht-Beauftragter des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) in Schleswig-Holstein, sagte gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA): „Die Aktion entstand 1986 als Initiative des Österreichischen Rundfunks im Rahmen einer Spendengala. Seitdem wird das Licht in der Vorweihnachtszeit von einem österreichischen Kind an der ewigen Flamme in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und nach Österreich gebracht.“ Drei Jahre später habe der Wiener Pfadfinderleiter Herbert Grünwald die Idee aufgegriffen, auch die deutschen Pfadfinder hätten sie übernommen.

Ersatz-Licht parat

Das Licht werde mit der Bahn nach München gebracht, von dort werde es sternförmig weiter in die Umgebung verteilt. „Anfangs haben wir das Licht noch in einer Petroleumlampe – in einem Blecheimer mit Löchern, damit Luft drankommt – transportiert“, sagte Zenk. „Doch dann haben wir von der Bahn Sicherheitsauflagen bekommen. Seitdem verwenden wir eine Kerze, die in einer Laterne steht, die nochmal in einem Eimer steht.“

Die Flamme sei noch nie bei einer solchen Fahrt ausgegangen, doch habe er immer eine zweite Laterne mit, sagte Zenk. Da das Licht vom Geburtsort Jesu stamme, sei es gerade in der Weihnachtszeit „ein starkes Symbol für die Friedensbotschaft“.

Von: Jörn Schumacher

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