Staatssekretärin Marion von Wartenberg (links) gratuliert Hartmut Hühnerbein (Mitte)
Staatssekretärin Marion von Wartenberg (links) gratuliert Hartmut Hühnerbein (Mitte)
Der Theologe hat sich über Jahrzehnte ehren- und hauptamtlich für die Belange der Jugend eingesetzt
Der Theologe hat sich über Jahrzehnte ehren- und hauptamtlich für die Belange der Jugend eingesetzt

Hartmut Hühnerbein erhält Bundesverdienstkreuz

Pfarrer Hartmut Hühnerbein hat das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. Der 67-Jährige war viele Jahre geschäftsführender Vorstand des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands. Die baden-württembergische Staatssekretärin Marion von Wartenberg verlieh ihm am Mittwoch die Auszeichnung.

Für sein großes Engagement für die Jugend hat der Theologe Hartmut Hühnerbein am Mittwoch das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. Hühnerbein war lange Geschäftsführer des Christlichen Jugenddorfwerks (CJD), das eine der größten Bildungseinrichtungen in Deutschland ist. Darüber hinaus ist er seit 2003 Vorsitzender der Jugendstiftung Baden-Württemberg. Seit 2013 steht er der Stiftung für Christliche Wertebildung und der dazugehörigen Wertestarter GmbH in Berlin vor.

In ihrer Laudatio lobte Staatssekretärin Marion von Wartenberg das hauptamtliche sowie ehrenamtliche soziale Engagement von Pfarrer Hühnerbein über viele Jahre hinweg: „Ihre selbstlose Art begeistert die Menschen. Sie packen zu, Sie handeln und setzen sich engagiert für andere ein. Sie haben stets ein offenes Ohr für jeden Menschen, der Sie braucht – und dies jederzeit.“ Hühnerbein wolle stets Perspektiven sowie die bestmögliche Qualifizierung für junge Menschen ermöglichen, sagte die Staatssekretärin weiter. „Für Ihr langjähriges, außergewöhnliches Engagement gilt Ihnen mein ganzer Respekt. Sie sind ein Vorbild für unsere Gesellschaft.“

Wertvoller Wegbegleiter

Der Präsident des CJD, Georg Michael Primus, betonte in seinem Grußwort die Kreativität Hühnerbeins: „Sie haben den Chancengeber maßgeblich geprägt und neben ‚Jedem seine Chance!‘ zum Motto des CJD gemacht.“ Weiter habe Hühnerbein stets versucht, den CJD Mitarbeitenden die Wurzeln und die Geschichte des Werkes näherzubringen und somit die gemeinsame Identität zu stärken. Und auch zu den Jugendlichen habe Hühnerbein in beeindruckender Weise eine besondere Beziehung aufbauen können: „Im Gottesdienst gelingt es Ihnen, in geradezu charismatischer Art und Weise Jugendliche anzusprechen.“

Karl-Heinz Stengel, Präses des CVJM-Gesamtverbandes und langjähriger Weggefährte von Hartmut Hühnerbein, empfand es als tiefe Freude und große Ehre, „für einen meiner wertvollsten Wegbegleiter im CVJM“ sprechen zu dürfen. „Wir im CVJM-Gesamtverband sind durch dich bis heute reich beschenkt worden. Dein Hauptanliegen war und ist, jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen, ihnen gute, qualifizierte Bildung und Ausbildung zu ermöglichen.“ Im CVJM seien sie dankbar und freuten sich „von Herzen mit, dass Herr Bundespräsident Gauck die Entscheidung getroffen hat, dir das Bundesverdienstkreuz verleihen zu lassen“.

Hühnerbein absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Speditionskaufmann. Danach studierte er in Bochum Pädagogik und machte anschließend ein theologisches Aufbaustudium. 1977 ordinierte ihn die Evangelische Kirche von Westfalen. Er wurde Studienleiter am Sozialpädagogischen Institut Dortmund und Pädagogischer Direktor des CJD-Berufsbildungswerks Homburg.

„Keiner darf verloren gehen!“

Einem kurzen Intermezzo als Gemeindepfarrer folgte der Wechsel zum Hauptreferatsleiter in der CJD-Zentrale in Ebersbach. Im Jahr 2000 berief ihn das CJD zum Sprecher der Geschäftsleitung und zwei Jahre später zum Sprecher des Geschäftsführenden Vorstandes. Die Wiedervereinigung Deutschlands führte zu zahlreichen Neugründungen von CJD-Einrichtungen in der ehemaligen DDR.

Die christliche Bildungseinrichtung betreut mit 9.500 Beschäftigten jährlich etwa 155.000 Jugendliche und Erwachsene. Ihre Vision lautet: „Keiner darf verloren gehen!“. Seit seinem altersbedingten Ausscheiden als CJD-Vorstand im März 2014 lebt Hühnerbein im hessischen Haiger.

Seine Prägungen im christlichen Glauben erhielt Hühnerbein im CVJM. Ehrenamtlich engagierte er sich als Synodaler in der EKD und in der württembergischen Landeskirche. Der 67-Jährige ist in zweiter Ehe mit seiner Frau Margarete verheiratet. Seine erste Frau Ursula starb 2005. Mit ihr hat Hühnerbein drei Söhne. (pro)

Von: jw

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Google+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 1600 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein bei der Christlichen Medieninitiative pro e.V. Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus