Vor 35 Jahren: Todestag von Fantasy-Autor Tolkien

Am Dienstag vor 35 Jahren verstarb der Literaturprofessor J. R. R. Tolkien im englischen Bournemouth im Alter von 81 Jahren. Bis heute gilt Tolkien neben C. S. Lewis als wesentlicher Mitbegründer der modernen Fantasy. Weltweit bekannt wurde John Ronald Reuel Tolkien durch sein Werk „Der Herr der Ringe“ (1954), das rund 50 Millionen Mal verkauft wurde und bis heute Massen von Fans bewegt.

Geboren am 3. Januar 1892 in Bloemfontein, Südafrika, siedelte seine Familie 1895 nach England über. Dort studierte er ab 1911 englische Sprache in Oxford, wo er auch 1924 Professor für englische Sprache wurde.

Seine Mutter war im Jahr 1900 gegen den Willen der Eltern zum römischen Katholizismus konvertiert und erzog John und seine Geschwister in diesem Glauben. Diese weltanschauliche Grundprägung und das hautnahe Erleben des Ersten Weltkrieges bestimmten wesentlich Tolkiens weiteres Leben und literarisches Schaffen. So kämpfte er im Sommer 1916 in der Schlacht an der Somme, der wahrscheinlich blutigsten Schlacht des Ersten Weltkriegs, deren Grausamkeiten das Eindringen des Bösen in eine friedliche, gute Welt zu einem Hauptthema sowohl seines Lebens als auch seiner literarischen Werke werden ließen.

1929 bekehrte er seinen Freund C. S. Lewis nach vielen leidenschaftlichen Streitgesprächen zum Glauben. 1933 gründete Tolkien mit ihm und anderen Schriftstellern wie Charles Williams und Adam Fox in Oxford den literarischen Zirkel „Inklings“. In diesem Kreis entstand die neue literarische Gattung „ Fantasy“, und dort las Tolkien aus seinem Entwurf von „Herr der Ringe“ vor.

1954 wurde „Der Herr der Ringe“  veröffentlicht

Anfang der 1960er Jahre erschien in den USA eine unautorisierte Kopie von „The Lord of the Rings“ und löste eine Kultbewegung unter den Studenten aus, was Tolkien schnell zu einer Berühmtheit machte. Weitere bekannte Fantasywerke sind „Der Hobbit“ (1937), „Das Silmarillion“, „Nachrichten aus Mittelerde“ und unzählige Kinderbücher wie „Bauer Giles von Ham“ und eine Vielzahl akademischer Werke wie “On Fairy-Stories“ (1947). In einem Interview, das Tolkien kurz vor seinem Tod gab, betonte er nochmals seine enge Verbundenheit mit der Kirche: „Ich bin ein überzeugter römisch-katholischer Christ.“

Im Jahr 2001 ließ die Ankündigung, der “Herr der Ringe“ solle in die Kinos kommen, neue Begeisterungswellen hereinbrechen und veranlasste viele Leute neu dazu, die Bücher zu kaufen oder Fanwebsites zu eröffnen. Von Seiten vieler Kritiker wurden dann auch die drei Filme hoch gelobt, die 2001, 2002 und 2003 in die Kinos kamen und innerhalb kürzester Zeit Kassenrekorde brachen.

Von: VM

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