Bei Adam und Eva und ihren Dinosauriern: Schöpfungsmuseum eröffnet

P e t e r s b u r g (PRO) - Im US-Bundesstaat Kentucky ist am Montag das "Creation Museum" eröffnet worden. Der Erlebnispark soll den Besuchern verdeutlichen, dass moderne wissenschaftliche Erkenntnisse in Einklang mit den Berichten der Bibel zur Erschaffung der Welt zu bringen sind.

Das Schöpfungsmuseum liegt in Petersburg, unweit des Cincinnati Ohio Flughafens. Auf 5.000 Quadratmetern will die christliche Gruppe "Answers in Genesis" ("Antworten im Buch Genesis") zeigen: Alles, was die Bibel über die Erschaffung der Welt, die Sintflut und das Universum sagt, ist wahr. Der Eintritt in das 27 Millionen Dollar teure Haus kostet 19,95 Dollar – für Kinder weniger.

Viele Christen sind überzeugt, dass die Erde laut biblischem Bericht vor rund 6.000 Jahren erschaffen wurde. Auch der moderne jüdische Kalender rechnet aufgrund der Jahresangaben im Alten Testament mit der Erschaffung der Welt vor 5.767 Jahren. Im "Creation Museum" finden sich Fossilien, die diese Position stärken sollen. Neben Adam und Eva sind auch Personen der neueren Geschichte zu besichtigen wie etwa Martin Luther, der Apostel Paulus und Mose.

"Die Wissenschaft bestätigt die Bibel"

"Wir bauen auf wirklich fundierte Forschungserkenntnisse von Wissenschaftlern aus den Bereichen Biologie, Geologie, Astronomie und Anthropologie, die mit uns zusammenarbeiten", erklärte der Gründer und Direktor des Hauses, Ken Ham, gegenüber dem "Christian Broadcasting Network" (CBN). Ham ist zudem Leiter von "Answers in Genesis" und spricht regelmäßig in zahlreichen Rundfunksendern. "Die Funde bestätigen die Bibel und zeigen den Leuten, dass die Evolution kein Fakt ist."

An manchen Ecken ähnelt das Museum einem Erlebnispark. Mehrmals am Tag findet im Theater die Sintflut statt, mit echtem Wasser und Erdbeben. An dem Projekt hat der Designer Patrick Marsh mitgewirkt, der für Universal die beweglichen Attrappen zu den Kinohits "Jaws" und "King Kong" entworfen hat.

Überall bewegen sich nachgebaute Dinosaurier - für Kinder ein Spaß. Doch selbst Kindern fällt sofort auf, was im Schöpfungsmuseum anders ist als in der Schule: hier treten Menschen und Dinosaurier gemeinsam auf. Die Initiatoren des Museums sind überzeugt: Menschen und Dinosauriern haben zur selben Zeit gelebt, und sogar die Bibel spricht von ihnen, ebenso handeln alte Sagen über Drachen eigentlich von diesen Echsen.

Rote Blutkörperchen in Dinosaurierknochen

Der Anthropologe Jeffrey McKee von der staatlichen Universität Ohio, der bereits mehrere Bücher über die Evolution geschrieben hat, protestiert. "Sie können glauben, was immer sie wollen, wann Dinosaurier erschaffen wurden und wann die Menschen. Tatsache ist, dass die Dinosaurier ausstarben, lange bevor die Menschen aufkamen", sagte er gegenüber CBN. Ham hält dagegen: "Es gibt Belege, zum Beispiel rote Blutkörperchen und Gewebe, das in Dinosaurierknochen gefunden wurde und Evolutionisten geschockt hat. Denn die fragen sich: 'Wie sollen sie Millionen von Jahre überstanden haben?' Haben sie gar nicht", ist sich Ham sicher. "Die Funde zeigen, dass wir ein Indiz für die Geschichte der Bibel gefunden haben."

Das Museum verfügt auch über ein hochmodernes Planetarium. "Wenn die Leute unser Programm sehen, können sie ahnen, dass die Himmel die Herrlichkeit Gottes verkünden", sagt Ham.

Einer Umfrage des Wochenmagazins "Newsweek" zufolge glaubt jeder zweite Amerikaner an die Erschaffung der Welt durch Gott, der Rest zweifelt. Wie die "Welt" berichtet, glauben 73 Prozent der weißen evangelikalen Protestanten, dass Gott den Menschen in den letzten Jahrtausenden in seiner gegenwärtigen Form erschaffen hat. Auch drei republikanische Präsidentschaftskandidaten - Senator Sam Brownback, Gouverneur Mike Huckabee und der Kongressabgeordnete Tom Tancredo - erklärten kürzlich, sie glaubten nicht an die Evolution.

Das "Creation Museum" in Kentucky ist nicht das einzige Museum zur Schöpfungsgeschichte in den USA. In dem texanischen Dörfchen Glen Rose steht das "Creation Evidence Museum", das einen Beweis für die Wahrheit der biblischen Schöpfungsgeschichte erbringen will. Ham hält das für notwendig: "Unseren Schülern werden keine Informationen zur Kritik an der Evolutionstheorie gegeben. Ihnen wird nicht gesagt, dass es Probleme mit der Evolutionstheorie und ihren Millionen von Jahren gibt. Ihnen werden wissenschaftliche Zeugnisse vorenthalten, welche die biblische Geschichte stützen. Deshalb haben wir das 'Creation Museum' gebaut."

Tausende Menschen hatten mit Unterschriften versucht, das Museum zu verhindern. Bei der Eröffnung am Montag, zu der über 4.000 Menschen kamen, demonstrierten einige Verfassungsverfechter, weil sie die Ausstellung als "Lüge" verurteilten.

Mehr Informationen zum "Creation Museum" gibt es hier und hier.

Von: js

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