Stuttgarter Christen: Einspruch gegen "Loveparade"

S t u t t g a r t (PRO) - Der Vorsitzende der Evangelischen Allianz Stuttgart, Gerhard Lieb, hat sich gegen eine geplante Durchführung der so genannten "Loveparade" in der württembergischen Landeshauptstadt ausgesprochen. Wie der Allianz-Vorsitzende in einem Schreiben an Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster betont, sei es für Christen "absolut unverständlich", dass sich die Stadt für die Durchführung der Veranstaltung einsetze.

Die "Loveparade" ist eine Veranstaltung, an der teilweise mehr als eine Million meist jugendliche Technofans teilnehmen. Zuletzt fand die "Loveparade" 2006 nach zwei Jahren Zwangspause in Berlin statt. Die erste "Loveparade" wurde 1989 ausgetragen. Offiziell wurde die Veranstaltung jahrelang als Demonstration angegeben. Erst 2001 wurde der "Loveparade" vom Landesgericht Berlin der Demonstrationsstatus aberkannt. Zudem hat der Berliner Senat den Vertrag mit den Veranstaltern, der bis zum Jahr 2006 lief, nicht mehr verlängert, hinzu kamen immer wieder Probleme wegen der Finanzierung.

Aus diesen Gründen wurde von den Initiatoren nun neben Köln und Essen auch Stuttgart als kommender Austragungsort in Erwägung gezogen. Stuttgarts Oberbürgermeister Schuster hatte seine Unterstützung für die Durchführung der "Loveparade" signalisiert. Dies jedoch stieß auf Kritik der Evangelischen Allianz Stuttgart.

"Veranstaltung gegen jegliche ethisch-sittlichen Maßstäbe"

"Für die Christen unserer Stadt und der ganzen Region – die die Evangelische Allianz aus Landeskirche, Freikirchen, Gemeinschaften und christlichen Gruppen vertritt – ist dieses Vorhaben absolut nicht verständlich und nachvollziehbar. Wir halten es für unangebracht, eine Veranstaltung in unserer Landeshauptstadt zu etablieren, die gegen jegliche ethisch-sittlichen Maßstäbe ist. Dieses Alkohol- und Drogenspektakel trägt bestimmt nicht zu dem guten Ruf unserer Stadt, den sie genießt, bei", so der Vorsitzende der Stuttgarter Evangelischen Allianz, Gerhard Lieb.

Statt einer "Loveparade" solle Stuttgart besser ein Familien- und Kinderfest in der Stadt ausrichten. "Dadurch würde Stuttgart für unsere ganze Republik ein zukunftsweisendes Zeichen setzen", so Lieb. Der Vorsitzende der Stuttgarter Evangelischen Allianz forderte auch andere Christen auf, sich in einem Schreiben an den Oberbürgermeister zu wenden. Denn, meint Gerhard Lieb: "Als Christen unserer Stadt können wir dazu nicht schweigen."

Von: AD

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