Studie: Kinder finden Werte wichtig

B e r l i n (PRO) - Für die Kinder in Deutschland sind zwischenmenschliche Werte wichtiger als Geld - und als gute Manieren. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie, die das Kindermagazin "Geolino" und das Kinderhilfswerk UNICEF in Auftrag gegeben hatten.

908 Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren antworteten in persönlichen Interviews auf Fragen zu ihren Wertvorstellungen. Ganz oben auf der Werteskala der Kinder stehen Freundschaft, Vertrauen und Zuverlässigkeit. Aber auch Geborgenheit und Ehrlichkeit findet die Hälfte der Kinder sehr wichtig. An vorletzter Stelle wurde der Glaube genannt. Nur 18 Prozent der Kinder halten diesen Wert für sehr wichtig, 26 Prozent für wichtig. Schlechter schnitt mit 14 Prozent nur noch die "Ordnung" ab.

Kinder konnten auch gut erklären, was sie unter den Begriffen verstehen. So bedeutet  Verantwortung für ein neunjähriges Mädchen, sich um Andere, Schwächere zu kümmern.

Vorbilder in der Familie

Für die Sechs- bis 14-Jährigen sind Eltern und Großeltern die wichtigsten Vermittlungsinstanzen und Vorbilder für Werte. Im Teenageralter gewinnen Freunde und die Zugehörigkeit zu sozialen Gruppen bei der Wahl von Vorbildern an Bedeutung. Prominente, die Medien und die Kirchen spielen bei der Wertevermittlung hingegen nur eine untergeordnete Rolle. Politiker und Werte bringen die meisten Kinder nicht miteinander in Verbindung.

Recht auf Gewaltlosigkeit und Meinungsfreiheit

Die Kinder fordern auch ihre speziellen eigenen Rechte ein - vor allem das Recht auf Gewaltlosigkeit. Einerseits wollen Kinder selbst vor Gewalt geschützt werden (99 Prozent), zum anderen machen sie sich Sorgen um Kinder in Kriegs- und Krisengebieten (98 Prozent). Kinder wollen das Recht haben, spielen zu dürfen (99 Prozent), sie wollen so gesund wie möglich leben (97 Prozent) und sagen dürfen, was sie denken (94 Prozent).

Das Kinderhilfswerk World Vision plant eine umfassende und kontinuierliche Studie über das Leben von Kindern. Der Bielefelder Jugendforscher Klaus Hurrelmann und die Pädagogin und Kindheitshistorikerin Sabine Andresen sollen bis Herbst 2007 eine repräsentative Studie über die Lage, das Weltbild und die Wünsche der Drei- bis Zwölfjährigen erstellen.

Von: Ellen Nieswiodek

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