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George H.W. Bush: Der Glaube begleitete ihn

In einer Trauerzeremonie in Washington gedachten Staatsgäste des verstorbenen ehemaligen US-Präsidenten George H.W. Bushs. Der Glaube an Gott prägte das Leben des Staatsmannes. Jesus Christus sah er als seinen persönlichen Erlöser an.
Von PRO
Verstarb am vergangenen Freitag: der ehemalige US-Präsident George H.W. Bush

Foto: gemeinfrei

Verstarb am vergangenen Freitag: der ehemalige US-Präsident George H.W. Bush

George Herbert Walker Bush, dem 41. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, wurde am Mittwoch eine letzte Ehre erwiesen. Zahlreiche Staatsgäste nahmen mit einer berührenden Trauerfeier in Washington in der National Cathedral von dem Republikaner Abschied. Darunter waren der Sohn des Verstorbenen und ehemaliger US-Präsident, George W. Bush, Bundeskanzlerin Angela Merkel, der amtierende US-Präsident Donald Trump sowie die ehemaligen US-Präsidenten der Demokraten, Bill Clinton und Barack Obama. Bush senior war am Freitag im Alter von 94 Jahren verstorben. Weltweit ehrten ihn viele Politiker als großen Staatsmann. Auch die deutsche Geschichte prägte er: Bush wird als Architekt der Deutschen Einheit gesehen.

Bush sen. war von 1989 bis 1993 Präsident der USA, während der acht Jahre zuvor Vizepräsident. Von 1971 bis 1973 war er US-Botschafter bei den Vereinten Nationen für Präsident Richard Nixon.

Sein christlicher Glaube begleitete Bush. Er gehörte der Episkopalkirche der Vereinigten Staaten von Amerika an. Als Präsidentschaftskandidat war er aber auch ein Teil einer republikanischen Öffnung für den Evangelikalismus, schreibt die Washington Post.

Notwasserung im Pazifik

Als er gefragt wurde, ob er „wiedergeboren“ sei, sagte er: „Wenn mit ,wiedergeboren‘ jemand fragt, ,Nimmst du Jesus Christus als deinen persönlichen Erlöser an?‘, dann könnte ich ein klares ,Ja‘ antworten – ohne ein Zögern oder Verlegenheit“. Wenn die Frage aber darauf abziele, ob es „einen einzigen Moment vor allen anderen gegeben habe, in dem sich dein Leben sofort verändert hat, kann ich nicht sagen, dass das geschehen ist, da es viele dieser Momente gegeben hat“, zitiert das Onlinemagazin The Gospel Coalition Bush senior.

Ein oft zitierter Glaubensmoment ist der nach einer Mission der Amerikaner im September 1944 während des Zweiten Weltkriegs. Als Marineflieger stürzte er in den Pazifischen Ozean. Nach der Notwasserung mit dem stark beschädigten Flugzeug wurde er gerettet. „Warum wurde ich verschont und was hatte Gott noch für mich?“, soll er gefragt haben.

Der Autor Doug Wead schrieb zusammen mit Bush das 1988 erschienene Buch „George Bush, Man of Integrity“. Der Schreiber sagte der Washington Post über Bush sen.: „Er hatte definitiv das Gefühl, dass seine Erfahrung im Zweiten Weltkrieg für ihn ein geistlicher Moment war. […] Da ist definitiv für ihn etwas geschehen – und in einigen anderen Erfahrungen im Laufe seines Leben.“

Barbara (2.v.l.) und George H.W. Bush (sitzend) mit US-Vizepräsident Mike Pence (r.), dessen Frau Karen und Tochter Charlotte Foto: U.S. federal government, gemeinfrei
Barbara (2.v.l.) und George H.W. Bush (sitzend) mit US-Vizepräsident Mike Pence (r.), dessen Frau Karen und Tochter Charlotte

Das Ehepaar George H.W. und Barbara Bush war 73 Jahre lang verheiratet. Sie starb erst vor wenigen Monaten, Mitte April, im Alter von 92 Jahren. Die beiden erlebten 1953 einen schweren privaten Schicksalsschlag: Ihre Tochter Robin starb mit nur 3 Jahren an Leukämie. In dem Buch „Religion and the Oval Office” von Gary Scott Smith, wird das Paar zitiert, dass der Glaube „uns wirklich gestützt“ habe, nachdem das Kind verstarb.

Mit einem Gebet beendete der Kaplan des US-Senats, Barry C. Black, eine Trauerzeremonie Anfang der Woche im Washingtoner Kapitol und schloss mit den Worten: „Wir beten im Namen des Freundes und Erretters von George Herbert Walker Bush, Jesus Christus.“

Der Staatsmann wird am Donnerstag neben seiner Frau Barbara und seiner Tochter Robin in Texas beigesetzt. Bushs Tod wurde weltweit mit Trauer aufgenommen.

Von: Martina Blatt

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