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Geistliches Wachstum: Das Segel richtig ausrichten

In einem Seminar zum Thema "Geistlich wachsen" definierte der Theologe Hanspeter Wolfsberger drei Stadien, in denen Wachstum geschehe. Zuvor stellte er aber fest: "Ein geistliches Leben gedeiht, indem wir üben, etwas zuzulassen. Nur wer zu- und loslassen kann, der kann sich eines Tages auch überlassen."
Von PRO

Foto: ricardodiaz11/Flickr

Im Rahmen des Gnadauer Zukunftskongresses sprach Hanspeter Wolfsberger über das Thema "geistlich wachsen". Erstens geschehe geistliches Wachstum dann, wenn Gott einen Menschen führen und zu ihm reden dürfe. Zweitens führe Gott einen Menschen, um ihn wachsen zu lassen, auch durch schwere Wege. Diese Situationen gebrauche Gott, um Menschen stärker werden zu lassen. Drittens wachse geistliches Leben dadurch, wenn ein Mensch "geistliche Übungen mache". Wolfsberger beschrieb diese Phase anhand eines Bildes: "Wenn ich in einem Boot sitze, kann ich Wind und Wellen nicht beeinflussen. Ich kann nur versuchen, mein Segel so in den Wind zu halten, dass es meinem Fortkommen gedeihlich ist. Es kommt darauf an, das eigene Segel so auszurichten, dass Gott seinen Wind hineinlegen kann."

Oft seien Gottes Wegführungen rätselhaft, sagte Wolfsberger. "Ich hätte Gott oft geraten, es anders zu machen." Es komme aber darauf an, auch die dunklen Wege Gottes mitzugehen und dort Vertrauen zu lernen. Der Theologe stellte die These auf: "Ich glaube, dass der Gott, der gibt, auch nehmen darf." Gott sei nicht verpflichtet, uns "eine Problemlosigkeit zu bieten". Gerade in schweren Zeiten stünden wir in der besonderen Fürsorge unseres Gottes. "Das zu finden ist ein Stück geistlichen Wachstums", fasste Wolfsberger zusammen.

Gemeinschaft und Kontaktpflege

Perspektiven für das Wachstum von Gemeinden in der Großstadt zeigte Pastor Mathias Luz auf. Neben einem klassischen Gottesdienst gebe es viele andere Möglichkeiten, um eine christliche Gemeinde im jeweiligen Stadtviertel bekannt zu machen. Dabei gehe es vor allem darum, Gemeinschaft mit den Bewohnern der Stadt zu haben und Kontakte zu pflegen, sagte Luz in einem weiteren Seminar. Eine besondere Chance sieht der dabei in der Arbeit mit den Kindern des Stadtviertels. Luz berichtete von seiner Gemeindearbeit in der Stuttgarter Innenstadt und stellte zum Beispiel die Idee eines Winterspielplatzes vor, zu dem durch Plakate und Internetwerbung eingeladen worden war. Über die Kinder konnten auch die Eltern erreicht werden und schließlich zum Beispiel zu Familiengottesdiensten eingeladen werden. "Da, wo sich die Kinder wohl fühlen, gehen die Eltern auch hin", ist Luz überzeugt. (pro)

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