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Gebetswoche widmet sich existentiellen Fragen

Die Deutsche Evangelische Allianz will Menschen dazu ermutigen, sich auf Gott hin auszurichten. Die jährliche Gebetswoche steht 2020 unter dem Motto „Wo gehöre ich hin?".
Von Norbert Schäfer
Die Internationale Allianzgebetswoche findet 2020 vom 12. bis zum 19. Januar in rund 1.000 Ortsallianzen in Deutschland statt

Foto: Deutsche Evangelische Allianz

Die Internationale Allianzgebetswoche findet 2020 vom 12. bis zum 19. Januar in rund 1.000 Ortsallianzen in Deutschland statt

Am 12. Januar 2020 startet die internationale Gebetswoche der Evangelischen Allianz. Sie findet 2020 zum 174. Mal statt und steht unter dem Motto „Wo gehöre ich hin?”. Bis zum 19. Januar 2020 gehen dann deutschlandweit ca. 1.000 örtlichen Allianzgruppen dieser existentiellen Frage nach.

Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Reinhardt Schink, hält es für „ein fulminantes Missverständnis, in der Allianzgebetswoche lediglich eine rein allianzinterne Veranstaltung“ zu sehen. Schink: „Nein, die thematische Entfaltung der Titel-Frage ‚Wo gehöre ich hin?‘ an den einzelnen Abenden der Gebetswoche klärt persönliche Lebensfragen und wird auch unserer Gesellschaft Orientierungspunkte bieten. Diese im Gebet aufzugreifen und die Wahrheit des Wortes Gottes über unserem Land bekennend zu beten, bedeutet, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.“

Tradition seit 1856

Die Internationale Gebetswoche wurde 1846 auf der Gründungskonferenz der Evangelischen Allianz in London beschlossen. Laut einer Pressemeldung vom Mittwoch folgt die DEA seit 1856 der langen Tradition, mit der Gebetsveranstaltung ins neue Jahr zu starten. „Die Allianzgebetswoche ist keine Eintagsfliege, sondern ein glaubensvolles Langzeitprogramm der Treue Gottes“, schreiben die Initiatioren der überkonfessionellen Veranstaltung.

Die Evangelische Allianz versteht sich eigenen Angaben zufolge als eine überkonfessionelle Gebetsbewegung. „Das gemeinsame Gebet ist die Lebensader der Gemeinde“, erklärte Schink. Gebet verbinde die Menschen in christlichen Gemeinden und Werken miteinander und bewirke reale Veränderungen. Das Thema der kommenden Gebetswoche bezeichnet der DEA-Generalsekretär als „hoch aktuell”. Das Thema für 2020 wurde von der Evangelischen Allianz Spaniens in Zusammernarbeit mit der Evangelischen Allianz Portugals erarbeitet.

Prisma der Allianzgrundsätze

Die Allianzgebetswoche stelle ein Prisma dar, im dem die fünf Grundaufträge der DEA sichtbar werden: Gebet, Wort Gottes, Evangelisation, Einheit und gesellschaftliche Verantwortung. Von der Veranstaltung wünscht sich Schink, „dass die Schönheit des Glaubens während der Allianzgebetswoche an vielen Orten sichtbar und erlebbar wird”. Denn das kostbare Vermächtnis der Einheit, erklärte Schink, dürfe immer wieder neu gelebt und gefeiert werden.

Neben der jährlichen Gebetswoche veranstaltet die DEA auch „30 Tage Gebet für die islamische Welt“ während des islamischen Fastenmonats Ramadan und jährlich im November den weltweiten Gebetstag für verfolgte Christen. Zur Vorbereitung der Gebetswoche stellt die DEA Vorbereitungsmaterial auf der eigenen Webseite zur Verfügung.

Von: Norbert Schäfer

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