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Galileo porträtiert friedlichste Armee der Welt

Sie sind die friedlichste Armee der Welt: Die Heilsarmee gebraucht weder Schusswaffen noch organisiert sie Kriege. Mit welchen Waffen sie kämpft, hat der Fernsehsender ProSieben in seiner Wissenssendung Galileo vorgestellt.
Von PRO
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Die Heilsarmee hat ihren Sitz in London. Einen deutschen Zweig der Arbeit hat jetzt das ProSieben-Magazin Galileo vorgestellt

Foto: Arpingstone/Wikipedia

Die Heilsarmee hat ihren Sitz in London. Einen deutschen Zweig der Arbeit hat jetzt das ProSieben-Magazin Galileo vorgestellt

Die Heilsarmee feiert Gottesdienste in Fußgängerzonen, verteilt Suppen an Bedürftige und versucht Menschen über kulturelle Angebote mit Gottes Wort zu erreichen. Die ProSieben-Redaktion von Galileo hat die Heilsarmee und deren Berliner Offizier Matthias Lindner bei seiner Arbeit begleitet und die Arbeit porträtiert.

„Die Straße ist die Kirche der Heilsarmee“

Matthias Lindner hat seinen Zivildienst bei der Heilsarmee geleistet. Er ist – fasziniert von der Arbeit – bis heute bei der Freikirche geblieben. Der Offizier liebt es, auf ungewöhnliche Art und Weise Gottes Wort weiterzugeben. Dafür nutzt er sein Hobby Trial, bei dem er Kunststücke mit dem Fahrrad vorführt. Bei solchen Aktionen mitten in Berlin kann er mit den Menschen ins Gespräch kommen – auch über deren Glauben.

„Die Straße ist die Kirche der Heilsarmee“, betont der ProSieben-Beitrag. In einem kurzen Videoclip wird die Institution dargestellt. Die Freikirche sei eine Alternative zu den großen Landeskirchen. Sie lebt von freiwilligen Spenden. Ihr Fundament ist der Glaube an Jesus Christus auf der Basis der Bibel. Im Gegensatz zu den Landeskirchen verzichte sie auf sakrale Bauten, sei dafür aber strenger organisiert.

Die Theologen der Heilsarmee verzichten auf Alkohol, Drogen und Pornografie. In Berlin betreibt die Heilsarmee nicht nur eine Kita, sondern bekocht auch Bedürftige. Lindner kostet diese Arbeit auch manchmal Überwindung. Man dürfe nicht zimperlich sein gegenüber den Menschen, denen man am Cottbuser Tor begegne. Für viele sei die Arbeit ein Rettungsanker.

„Die haben mich aufgefangen!“

Den Ärmsten zu helfen ist der Ursprung der Heilsarmee, die von dem Engländer William Booth begründet wurde. Genauso wichtig wie das Essen ist für Lindner auch, dass er den Menschen Zeit schenkt und ihre Sorgen ernst nimmt. In Berlin betreibt die Heilsarmee auch eigene Wohnungen: „Die haben mich aufgefangen!“, sagt einer der Bewohner. Er schätzt es, dass sie in ihrer WG viel Zeit miteinander verbringen und Ausflüge machen. Zudem gehe es im Kiez Prenzlauer Berg darum, sie mit ihrer kulturellen Sprache zu erreichen. Auch dort sieht die Heilsarmee ihr Betätigungsfeld.

Dass sich die Organisation in der Hierarchie an einer Armee orientiert, habe pragmatische Zwecke. „Einer entscheidet, wo es hingeht und die anderen gehen mit“, betont Major „Poldi“ Walz im Gespräch mit dem Sender. Insgesamt hat die Heilsarmee in 128 Ländern weltweit 1,7 Millionen Mitglieder. (pro)

Von: jw

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