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Fünf Tipps, um Flüchtlinge für Gemeinde zu begeistern

Viele Christen wünschen sich in Deutschland eine Erweckung. Zahlreiche Flüchtlinge sind zum Glauben an Jesus gekommen. Was wäre, wenn Gott für diese Aufgabe nun Ali und Khalil beruft? – war eine Frage bei der Allianzkonferenz in Bad Blankenburg. Hier sind fünf Tipps, um Flüchtlinge für das Gemeindeleben zu begeistern.
Von PRO
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Viele Christen fragen sich, wie sie Flüchtlingen den christlichen Glauben näher bringen können. pro hat Ideen gesammelt, wie man einen ersten Schritt machen kann.

Foto: Lausanner Bewegung

Viele Christen fragen sich, wie sie Flüchtlingen den christlichen Glauben näher bringen können. pro hat Ideen gesammelt, wie man einen ersten Schritt machen kann.

„Integrative Gemeinde – was wir von Antiochia lernen können“ – über dieses Thema referierten bei der Allianzkonferenz in Bad Blankenburg Frank Spratte und Herbert Putz. Spratte ist Sportmissionar und seit 2015 Referent für Migration und Integration für den Bereich der „Sportler ruft Sportler“-Gemeinde. Putz ist tätig als Flüchtlingsbeauftragter und Referent für Migration und Integration der Deutschen Evangelischen Allianz. Sie stellten Ideen vor, um Flüchtlingen das Gemeindeleben näherzubringen und dafür Interesse zu wecken.

  • 1. Der zentrale Auftrag der Ekklesia, Gottes weltweiter Gemeinde, ist, „ein sichtbares Zeichen zu sein, an dem die Welt ablesen kann, dass Jesus der Gesandte Gottes, der Christus ist“. In Johannes 13,35 steht: „An eurer Liebe zueinander wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid.“ Doch die Frage ist: Sehen das die Flüchtlinge und Muslime in unserem Land und in unseren Gemeinden? Wichtig für ein sichtbares Zeichen ist der herzliche und liebevolle Umgang mit unserem Nächsten – auch mit den Menschen, die anders sind als wir.

  • 2. „Die Gemeinde Gottes ist von je her der Prototyp der Integration“, sagte Spratte. Das griechische Wort Koinonia bedeutet „Gemeinschaft durch Teilhabe“. Jeder in der Gemeinschaft ist sowohl Geber als auch Nehmer. Die Chronologie des Matthäus-Evangeliums zeigt, Matthäus war erst ein römischer Zöllner. Wenige Tage nachdem Jesus ihn berufen hat, schickt er ihn los, um von Jesus zu erzählen. Das ist Jesu Weg, Menschen einzusetzen: Er beruft, begabt und sendet die Menschen los. In unseren Gemeinden heißt es oft: bekehrt, bewehrt, begabt und berufen. Jesus beruft, begabt, und schickt die Menschen los und die Menschen sind erstaunt. Hier könne es ein Umdenken geben. Spratt sagt: Wenn Flüchtlinge ein Jahr im Land seien, solle man ihnen diesen Segen und die Verantwortung mitgeben und sagen: „Ihr könnt etwas.“

  • 3. „Wir haben im Moment einen ,gesellschaftlichen Moment Gottes‘“, erklärte Putz. In Apostelgeschichte 2 sei zu lesen, dass Gott in Internationalität seine Gemeinde hinein pflanzt. In der unterschiedlichen Identität entstehe etwas Gemeinsames. Beim Blick in die Ewigkeit durch das Lesen der Offenbarung werde klar, dass ein vielschichtiges Bild von Menschen und Nationen vereint sein werden. Wir sollten also offen und wach sein für die Menschen, die schon in Europa sind. Gemeinde sei immer gefordert, sich auch auf den anderen zuzubewegen.

Christen können ganz ungezwungen mit Flüchtlingen in Kontakt kommen. Im Herbst findet eine besondere Evangelisation statt. Foto: Campus für Christus
Christen können ganz ungezwungen mit Flüchtlingen in Kontakt kommen. Im Herbst findet eine besondere Evangelisation statt.
  • 4. Glaubensgrundkurses für Flüchtlinge und Migranten: Wie kann man Flüchtlingen den christlichen Glauben nahebringen? „Am Besten, indem man dem Orientalen ein Orientale wird“, sagte Spratte. „Al Massira“ (die Reise) ist ein Kursprogramm auf Arabisch für einen offenen Gesprächskreis mit Orientalen, um die Zeichen der alten Propheten zu entdecken und dem Messias zu begegnen. Von der Schöpfung bis zum Kreuz zeigen die videobasierten „Al Massira“-Episoden mit deutschen Untertiteln die Heilsgeschichte Gottes auf gewinnende Weise auf.

Die Referenten Herbert Putz von der Deutschen Evangelischen Allianz und Frank Spratte von „Sportler ruft Sportler“ Foto: pro/Martina Blatt
Die Referenten Herbert Putz von der Deutschen Evangelischen Allianz und Frank Spratte von „Sportler ruft Sportler“

  • 5. Evangelisationen „Christ4Afghans“ & „Christ4Arabs“: Die für den Herbst geplanten Projekte laufen ähnlich ab wie die Evangelisation „ProChrist“. Sie finden unter dem Dach der Evangelischen Allianz statt. Es gibt jeweils eine zentrale Evangelisation an einem Ort und diese kann durch einen Livestream in Gemeinden, Wohnzimmer, aufs Smartphone oder den Computer zu Hause übertragen werden. „Christ4Afghans“ findet zwischen dem 22. und 24. September 2017 19.30 bis 21 Uhr statt. Dahinter steckt die „Afghan Christian Media – pamir productions“. Die Produktion ist von Afghanen für Afghanen. In ihrer Sprache sollen die Herzen der Afghanen erreicht werden, das Programm ist kulturell eingebettet.

    Das arabische Pendant ist „Christ4Arabs“ und läuft zwischen dem 3 und 5. November 2017, auch um 19.30 bis 21 Uhr. Hinter der Produktion steht der christliche internationale Fernsehsender Al Hayat TV. Putz empfiehlt, Interessierte gerne auch schon für 18 Uhr einzuladen, um bereits Gemeinschaft zu haben und gegebenenfalls miteinander zu essen. Bei den Begegnungen gehe es „nicht um den Islam und nicht um das Christentum, es geht um Jesus (Erlösung, Beziehung)“. (pro)

Hier ist noch ein kurzes Video des YouTube-Kanals „BibelundKoranTeam” mit Kulturtipps für Treffen mit muslimischen Flüchtlingen zu finden:

Von: mab

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