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Fünf Tage Gebet für Sikhs

Das christliche Missionswerk DMG interpersonal lädt an fünf Tagen im April zum Gebet für Sikhs ein. In Deutschland leben rund 25.000 Anhänger dieser monotheistischen Glaubensgemeinschaft.
Von Norbert Schäfer
Männer tragen bei den Sikhs eine kunstvoll gebundene Kopfbedeckung, den Dastar

Foto: Dollar Gill on Unsplash

Männer tragen bei den Sikhs eine kunstvoll gebundene Kopfbedeckung, den Dastar

Zum Vaisakhi-Fest der Sikhs hat das christliche Missionswerk DMG interpersonal vom 12. bis zum 16 April zu einem fünftägigen Gebet für die Gläubigen dieser Glaubensgemeinschaft aufgerufen. Mit der Aktion will die DMG nach eigenem Bekunden „bewusst auf diese Religionsgemeinschaft aufmerksam“ machen, weil die fünftgrößte Weltreligion unter Christen in Europa wenig bekannt sei.

Die Aktion hat zum Ziel, dass Christen Sikhs „besser kennen, wertschätzen und lieben“ lernen. Dadurch sollen Möglichkeiten für persönliche Begegnungen eröffnet werden. In Deutschland leben nach Schätzungen rund 25.000 Sikhs. Die Religionsgemeinschaft mit weltweit bis zu 27 Millionen Gläubigen feiert jedes Jahr am 13. oder am 14. April das Vaisakhi-Fest. Für Sikhs ist das Vaisakhi-Fest gleichsam Erntedankfest, Neujahr und der Beginn des neuen Erntezyklus.

Monotheistische Religion ohne Dogmen

Der Sikhismus ist eine monotheistische Religion, ihr Gründer ist der Guru Nanak Dev. Der überwiegende Teil der Sikh lebt in Indien. Die Sikh-Religion entstand im 15. Jahrhundert nach Christus und verehrt einen gestaltlosen Gott als Schöpfer. Die Religion betont die Einheit der Schöpfung. Aberglauben und religiöse Riten wie im Hinduismus kennt der Sikhismus nicht.

Der Sikhismus will religiöse Weisheit für den Alltag nutzbar machen. Dabei orientiert sich die Religion nicht an der Einhaltung von Dogmen. Praktizierende männliche Sikhs tragen in der Regel kunstvoll gebundene Kopfbedeckungen, den Dastar. Zur Tradition der Sikhs gehört auch, die Haare nicht zu schneiden, aber zu pflegen. Männer tragen zudem einen – oft winzigen – Dolch als Zeichen dafür, für Schwache einzustehen.

Von: Norbert Schäfer

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