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Fünf Prozent der Deutschen gingen Weihnachten in die Kirche

Rund fünf Prozent der Deutschen haben laut einer wissenschaftlichen Befragung an Weihnachten einen Gottesdienst vor Ort besucht. Das ergab eine Umfrage im Rahmen des „Cosmo-Monitors“. Er untersucht in regelmäßigen Abständen Verhalten und Einstellung der Deutschen zur Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen.
Von PRO
Blick in eine volle Kirche
In der Vor-Corona-Zeit waren die Gotteshäuser bei Weihnachtsgottesdiensten meistens voll. Voriges Jahr ging nur jeder 20. Deutsche in einen Präsenzgottesdienst.

Jeder 20. Deutsche war am vergangenen Weihnachten in einem Gottesdienst vor Ort. Alternativen im Fernsehen, Radio, online oder im Familienkreis nahmen 9,9 Prozent der Befragten einer aktuellen Studie wahr. Insgesamt nahmen 11,4 Prozent der Bevölkerung in irgendeiner Form an einem Weihnachtsgottesdienst teil. Dies geht aus einer Mitteilung des Sozialwissenschaftlichen Instituts (SI) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) am Donnerstag hervor, das an der Erhebung beteiligt war.

15 Prozent der Befragten hatten angegeben, ihnen wäre es wichtig gewesen, an Weihnachten einen Gottesdienst vor Ort besuchen zu können. Dieser Anteil liegt bei Angehörigen der evangelischen oder katholischen Kirche sogar bei 24,6 Prozent. Dabei waren Protestanten alternativen Gottesdienstformen im Rundfunk oder Internet gegenüber aufgeschlossener als Katholiken: Von ihnen verfolgten 7,9 Prozent einen Gottesdienst im Fernsehen oder Radio, unter Katholiken waren es 5,9 Prozent. 4,9 Prozent der Protestanten feierten online Gottesdienst, aber nur 4,1 Prozent der Katholiken.

Digitale Kommunikation kein guter Ersatz

Dafür feierten Katholiken häufiger vor Ort als Protestanten: 2,7 Prozent von ihnen nahmen an einem Gottesdienst im Freien teil, 4,6 Prozent an einem Gottesdienst in einem geschlossenen Raum. Unter Protestanten betrug der Anteil ein Prozent bei Gottesdiensten im Freien und 3,4 Prozent bei Gottesdiensten in geschlossenen Räumen. 88,6 Prozent aller Befragten besuchten gar keinen Gottesdienst.

49,7 Prozent der Befragten gaben laut SI an, dass es ihnen gefehlt habe, mit der erweiterten Familie persönlich zusammen zu sein. Gleichzeitig gaben 47 Prozent an, dass der Kontakt zur Familie über digitale Kommunikationswege kein guter Ersatz für das persönliche Zusammensein gewesen sei.

Der Befragung liegt den Angaben zufolge ein repräsentativer Bevölkerungsquerschnitt mit 1.007 Befragten zugrunde. „Cosmo“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universität Erfurt, des Robert Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, des Leibniz-Institut für Psychologie, des Science Media Center, des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin und des Yale Institute for Global Health. In der vierten, siebten, fünfzehnten und zweiunddreißigsten Erhebungswelle im März, April, Juni und Dezember 2020 war das SI der EKD am Projekt beteiligt.

Von: epd

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