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„Freispruch für alle“ bei der Allianzkonferenz

Die diesjährige Konferenz der Deutschen Evangelischen Allianz möchte mit dem Motto „Freispruch für alle“ zentrale Gedanken der Reformation in den Blick nehmen. Bis zu 2.500 Gäste werden dazu in der letzten Juliwoche im thüringischen Bad Blankenburg erwartet.
Von PRO
Die Deutsche Evangelische Allianz veranstaltet jedes Jahr eine Konferenz im thüringischen Bad Blankenburg. Die Halle, in der die täglichen Bibelarbeiten stattfinden, ist 110 Jahre alt, die Originalbestuhlung wird noch genutzt.

Foto: pro

Die Deutsche Evangelische Allianz veranstaltet jedes Jahr eine Konferenz im thüringischen Bad Blankenburg. Die Halle, in der die täglichen Bibelarbeiten stattfinden, ist 110 Jahre alt, die Originalbestuhlung wird noch genutzt.
„Freispruch für alle“ lautet das Motto der diesjährigen Allianzkonferenz, die vom 27. bis 31. Juli 2016 in Bad Blankenburg stattfindet. Das Thema bezieht sich auf die zentralen Aussagen des biblischen Briefes von Paulus an die Gemeinde in Rom. Darin fand Martin Luther die wesentlichen Erkenntnisse, die schließlich zur Reformation führen. In diesem Sinne versteht die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) als Ausrichter die Konferenz auch „als Vorgeschmack auf Reformationsgedenken“, erklärte Hartmut Steeb, DEA-Generalsekretär und Gesamtleiter der Konferenz. Es sei seit jeher ein Kennzeichen der Allianzkonferenz, dass sie sich mit zusammenhängenden Texten aus der Bibel beschäftigt, sagte Steeb: „Wir wollen bewusst das biblische Wort nehmen und gezielt fragen: Was sagt es uns in unserer konkreten Situation heute?“ Die Konferenz lade dazu ein, die biblischen Aussagen ernst zu nehmen und auf das eigene Leben anzuwenden. An den Vormittagen gibt es jeweils Bibelarbeiten zu Abschnitten des Römerbriefes. Kulturveranstaltungen und Seminare bieten neben geistlichen Themen auch Informationen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. So beschäftigen sich mehrere Angebote mit Fragen zu Flüchtlingen, dem Islam sowie zur derzeitigen Situation im Nahen Osten. Auch moderne Sklaverei und Menschenhandel werden thematisiert und Möglichkeiten des politischen Engagements diskutiert – neben verschiedenen Seminaren, die sich mit Fragen des persönlichen Glaubens und der Bibel befassen. Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und mehrmaliger Gast bei der Allianzkonferenz, wird über „Religionsfreiheit in unserem eigenen Land“ sprechen.

Seit 130 Jahren gibt es die Konferenz

Steeb betonte im Vorfeld der Konferenz die internationale Ausrichtung der Evangelischen Allianz: „Wir verstehen uns als Teil der Weltchristenheit und des Weltgeschehens.“ Das spiegele sich auch an den Referenten der Konferenz wider. So gibt beispielsweise der gebürtige Libanese und Pfarrer der arabischsprachigen Gemeinde in Stuttgart Hanna Josua ein Seminar, die koreanische Theologin Mihamm Kim-Rauchholz hält eine Bibelarbeit und Denise Uwimana Reinhardt berichtet davon, wie sie den Völkermord in Ruanda überlebt hat. Außerdem wird die ukrainische Musikgruppe „Zhiwaja Kaplaja“ (Lebendige Tropfen) ein Konzert geben. Bislang gibt es nach Angaben von Steeb rund 900 Anmeldungen für diese 121. Konferenz. Erwartet würden bis zu 2.500 Teilnehmer. Etwa 100 ehrenamtliche Mitarbeiter stellten den Ablauf der Konferenz sicher. Die Evangelische Allianz ist ein Netzwerk verschiedener evangelisch gesinnter Organisationen und Gemeinden, die 1846 in London als interkonfessionelle Einigungsbewegung gegründet wurde. In Deutschland gibt es rund 1.000 örtliche Allianzen. Vorsitzender des deutschen Zweiges ist Michael Diener, der hauptamtlich Präses des innerkirchlichen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes ist. Die erste Allianzkonferenz fand 1886 in Bad Blankenburg statt. (pro)
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