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Freikirchen prüfen die Parteien vor der Wahl

Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) möchte ihren Gemeindemitgliedern bei der Wahlentscheidung helfen: 24 Fragen zu Themen wie Familie, Bewahrung der Schöpfung, Frieden, Gerechtigkeit und das Verhältnis von Kirche und Staat hat die VEF den im Bundestag vertretenen Parteien als Wahlprüfsteine gestellt. Eine Empfehlung für das Kreuz am 22. September geben die Freikirchen aber nicht ab.
Von PRO

Foto: Flickr/Awaya Legends

Kinderarmut will die SPD mit flächendeckendem Mindestlohn und Ganztagsangeboten zur Kinderbetreuung bekämpfen. CDU/CSU wollen Eltern nach einer Familienpause mit flexiblen Arbeitsmodellen den Einstieg in den Beruf erleichtern und Familien finanziell unterstützen. Einen Mindestlohn möchten die Unionsparteien nur für einzelne Branchen. Während die Grünen ihn für zwingend notwendig halten, lehnt ihn die FDP strikt ab. Zu solchen und anderen Themen hat die VEF den derzeit im Bundestag vertretenen Parteien – CDU/CSU, SPD, FDP, Bündnis90/Die Grünen, Die Linke – Fragen gestellt.

Hörsting: Freikirchen als glaubwürdiger Gesprächspartner

Mit diesen Wahlprüfsteinen möchte die freikirchliche Organisation den Gemeindemitgliedern dabei helfen, „politisch zu denken, sich in der Verantwortung vor Gott für die Gesellschaft einzubringen und eine fundierte Wahlentscheidung zu treffen“, sagte der Fragensteller, Friedrich Schneider. Das VEF-Vorstandsmitglied habe ohne eine bestimmte Parteipräferenz Themen ausgewählt, „die Christen in der Mitverantwortung für diese Welt im Blick haben“. Dabei fragt er auch, welche Erwartungen die Parteien an die Kirchen haben, beispielsweise bei der Integration von Migranten oder bei Angeboten für alte Menschen.

Die Wahlprüfsteine und die ausführlichen Antworten der Parteien sind hier nachzulesen: http://www.vef.de/wahl2013/

Eine konkrete Wahlempfehlung haben die Verantwortlichen für die Freikirchen nicht abgegeben. Für ihr theologisches Verständnis sei charakteristisch, dass Christen Themen persönlich und vor Gott klärten. Das wolle die VEF nicht übernehmen, sagte Peter Jörgensen, der Beauftragte der Freikirchen am Sitz der Bundesregierung. Zum christlichen Auftrag gehöre es, am politischen Leben teilzunehmen und das Gemeinwohl im Blick zu haben. VEF-Präsident Ansgar Hörsting hob hervor, dass Christen auch für Politiker beten sollten. Zudem wollten die Freikirchen mit ihren Wahlprüfsteinen als glaubwürdiger Gesprächspartner für Politiker und Parteien wahrgenommen werden. (pro)
http://www.vef.de/wahl2013/
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