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Freigelassener US-Pastor betet für Trump

Der aus seinem Hausarrest in der Türkei entlassene Pastor Andrew Brunson hat US-Präsident Trump im Weißen Haus getroffen. Der evangelikale Prediger bedankte sich für das Bemühen um seine Freilassung mit einem Gebet.
Von PRO
Der aus der türkischen Haft entlassene Pastor Andrew Brunson bedankt sich bei US-Präsident Trump mit einem Gebet

Foto: The White House

Der aus der türkischen Haft entlassene Pastor Andrew Brunson bedankt sich bei US-Präsident Trump mit einem Gebet

„Ich brauche es wahrscheinlich mehr als jeder andere in diesem Raum“, sagt US-Präsident Donald Trump zu dem aus der Türkei freigelassenen Pastor Andrew Brunson, der ihm auf der Pressekonferenz im Weißen Haus am Samstag anbietet, für ihn zu beten. „Ich und meine Ehefrau würden gerne für Sie beten, wir machen das sehr häufig für Sie“, sagte Brunson. „Das wäre sehr schön, danke“, antwortete Trump.

Brunson kniete nieder, legte dem Präsidenten seine Hand auf die Schulter und sprach: „Oh Gott, ich bitte Dich, dass Du Deinen Heiligen Geist über Präsident Trump ergießt. Dass Du ihm übernatürliche Weisheit gibst, um alle Pläne, die Du für dieses Land und für ihn hast, zu erfüllen. “ Weiter betete er: „Ich bitte Dich darum, dass Du ihm Weisheit gibst, wie er dieses Land zur Rechtschaffenheit führt. Ich bitte darum, dass Du ihm Beharrlichkeit und Ausdauer und Mut gibst, für die Wahrheit zu stehen. Ich bitte darum, dass Du ihn vor Verleumdung durch Feinde schützt, vor jenen, die unterhöhlen. Ich bitte darum, dass Du ihn zu einem großen Segen für dieses Land machst. Im Namen Jesu sei gesegnet.“

Der amerikanische Pastor Brunson wurde am Freitag in der Türkei freigelassen. Ein Gericht in Izmir hatte die Aufhebung seines Hausarrests angeordnet. In diesen war er Ende Juli wegen gesundheitlicher Probleme verlegt worden. Zuvor hatte der 50-Jährige rund zwei Jahre in Haft verbracht.

25 Jahre Pastor einer evangelikalen Gemeinde in der Türkei

Die Freilassung bedeutet eine Entspannung der amerikanisch-türkischen Beziehungen. Der Fall Brunson hatte diese zuletzt erheblich belastet und die Türkei so in eine Finanzkrise gestürzt. US-Präsident Trump hatte im August Strafzölle und Sanktionen gegen die Türkei erlassen, um die Freilassung Brunsons zu erzwingen. Die türkische Lira war in der Folge ins Bodenlose gefallen. Sofort nach Bekanntgabe des Gerichtsurteils gewann sie wieder an Wert. Im Laufe des Prozesses hatte die US-Regierung den Druck auf die Türkei immer weiter erhöht. Noch in der Nacht zum Donnerstag hatte Außenminister Mike Pompeo der Türkei dringend geraten, Brunson freizulassen.

Brunson lebte 25 Jahre in der Türkei und war Pastor einer evangelikalen Gemeinde in Izmir. Nach dem versuchten Militärputsch im Jahr 2016 wurde er verhaftet. Die türkische Regierung warf ihm vor, die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK und die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen zu unterstützen. Gülen lebt in den USA und wird von der türkischen Regierung für den Putschversuch verantwortlich gemacht. Beide Organisationen gelten in der Türkei als terroristisch. Die Staatsanwaltschaft hatte Brunson außerdem Spionage vorgeworfen und eine 35-jährige Haftstraße für ihn gefordert. Verurteilt wurde er letztlich zu drei Jahren, einem Monat und 15 Tagen.

Von: Michael Müller

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