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Frauen wollen sein wie Mutter Teresa

Zwei Drittel aller Frauen sind der Meinung, in Sachen Emanzipation muss sich noch einiges tun – vor allem in der Kirche. Dennoch wollen mehr so sein wie Mutter Teresa und Margot Käßmann als wie Alice Schwarzer.

Von PRO

Foto: Manfred Werner/CC BY-SA 3.0,Turelio/CC BY-SA 2.0 DE, Collage pro

Im Auftrag der feministischen Zeitschrift Emma hat das Institut Allensbach die Deutschen dazu befragt, wie es ihrer Meinung nach um die Gleichberechtigung der Frau bestellt ist. Demnach ist lediglich ein Drittel der Befragten der Meinung, Geschlechtergerechtigkeit sei „weitgehend verwirklicht”, über die Hälfte aller Deutschen denkt, es müsse in diesem Bereich noch „einiges getan werden”. Realität sei der emanzipatorische Gedanke in Ausbildung, Schule und Studium oder im kulturellen Bereich geworden. Die größten Benachteiligungen von Frauen sehen beide Geschlechter beim Verdienst und in der Kirche. Nur jede sechste Frau findet, Gleichberechtigung sei in den Glaubensgemeinschaften verwirklicht, bei den Männern sind die Zahlen annähernd gleich.

Flexible Arbeitszeiten statt Frauenquote

Dabei sind es gerade Frauen, die im Bereich Kirche aktiv sind oder waren, die von vielen als Vorbilder wahrgenommen werden. So liegt Mutter Teresa in der Erhebung weit vorne. 75 Prozent der befragten Frauen orientieren sich an ihr. Auf Platz zwei folgt die NS-Widerstandskämpferin Sophie Scholl mit 47 Prozent und darauf Rosa Luxemburg mit 41. Dass es ausgerechnet die Linken-Ikone auf den dritten Platz schaffte, überrascht die Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher, wie sie am Dienstag bei der Vorstellung der Ergebnisse in Berlin erklärte. Auf Rang neun der Vorbilder-Liste liegt Margot Käßmann und noch hinter ihr die Emma-Gründerin und Frauenrechtlerin Alice Schwarzer.

Diese sieht übrigens einen neuen Schub in der Emanzipationsbewegung. Immer mehr Frauen sähen es als notwendig an, sich zusammenzuschließen, um ihre Interessen zu vertreten, erklärte sie. Laut Allensbach gaben zwei Drittel der Frauen an, es sei notwendig, dass sie sich organisierten. 2006 sagten das noch weniger als die Hälfte der deutschen Frauen. Knapp 90 Prozent fordern vor allem die Möglichkeit für junge Mütter, Teilzeit zu arbeiten. Außerdem wünschen sie sich flexible Arbeitszeiten und breite Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Eine Frauenquote, wie jüngst in der Politik diskutiert, wünschen sich nur 24 Prozent der Frauen und 19 Prozent aller Deutschen. (pro)

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