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FR über Missionshaus der Jemen-Missionarinnen

"Wir sind keine aggressiven Missionare", sagte Thomas Weinheimer, Leiter des evangelikalen Werkes "Weltweiter Einsatz für Christus", das die beiden im Jemen ermordeten jungen Frauen auf ihre Reise vorbereitete. Eine Reporterin der "Frankfurter Rundschau" besuchte "WEC International" im Taunus.
Von PRO

Das Missionswerk WEC International ist weltweit aktiv und hat seinen Sitz in Eppstein im Taunus. Von dort koordinieren 15 Mitarbeiter den Einsatz deutscher Missionare im In- und Ausland. "Derzeit ist die christlich fundamental ausgerichtete Organisation mit 1.700 Mitarbeitern in 72 Ländern aktiv", so die FR. "In Kanada, den Niederlanden, Brasilien, Australien und Neuseeland betreibt sie Bibelschulen, so genannte ‘Missionary Training Colleges’."

Am Freitag, den 12. Juni, wurden die 24 und 26 Jahre alten Bibelschülerinnen Anita G. und Rita S. im Jemen ermordet, ebenso wie eine koreanische Lehrerin. Das Schicksal einer fünfköpfigen Familie aus Sachsen und eines britischen Ingenieurs ist weiter unklar. Es werde weiter nach den Verschleppten gesucht, meldete vor kurzem die Nachrichtenagentur dpa.

Im Missionswerk WEC sollen die Frauen auf ihre Missionsreise vorbereitetet worden sein, schreibt die "Frankfurter Rundschau". "So erreichte die evangelikale Organisation bundesweite Berühmtheit. Missionsleiter Thomas Weinheimer will dies weder bestätigen noch dementieren. Man habe sich entschlossen, nichts über die Entführten verlauten zu lassen." Weinheimer räumt jedoch ein: "Wir kennen die Mitarbeiter, auch die getöteten, und sind mit ihnen verbunden." Jeden Tag bete man für sie.

"Im Vordergrund stehen praktische Hilfen"

Das überkonfessionelle Missionswerk stellt sich hinter das Glaubensbekenntnis des Weltverbandes der Evangelischen Allianz und ist Mitglied bei der "Arbeitsgemeinschaft evangelikaler Missionen". "WEC will das Evangelium von Jesus Christus den Völkern bringen, die es bisher noch nicht gehört haben", steht auf der Homepage der Organisation. Dafür riskieren die Mitarbeiter ihr Leben, so die FR. "Wir machen das aus Glauben und tiefem Engagement", ergänzt Weinheimer.

In manchen Ländern dürfe man keine offene Mission betreiben, daher würden manche Mitarbeiter des Missionshauses als Facharbeiter ins Land entsendet. "WEC behält darüber Stillschweigen – zum Schutz der Mitarbeiter", so Weinheimer gegenüber der FR. Auch im Jemen sei die Organisation "nicht direkt" aktiv gewesen. Die Entführten waren laut Weinheimer über eine Partnerschaft mit dem holländischen Hilfswerk "Worldwide Services" im Einsatz.

Bei der Vorbereitung der Mitarbeiter vor ihrem Einsatz würden sie in der Kultur des Landes, in Lebensweisen vor Ort sowie in interkultureller Kommunikation geschult. Szenarien, auf die man sich einstelle, seien Bürgerkrieg, Vergewaltigung oder Geiselnahmen. "Am wichtigsten sei: Ruhe bewahren und Vertrauen auf Gott setzen", zitiert die Zeitung Weinheimer. Der betont: "Wir sind keine aggressiven Missionare." Im Vordergrund stünden praktische Hilfen wie medizinische Versorgung, Bau von Schulen oder die Übersetzung der Bibel. (PRO)

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