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Football-Spieler als (sportlicher) Retter dargestellt



Normalerweise ist das Football-Stadion sein Revier. Der amerikanische Football-Spieler und bekennende Christ Tim Tebow ist jetzt anderweitig in die Schlagzeilen geraten. In der Zeitschrift GQ soll ein Bild des Spielers als Cover abgedruckt werden, auf dem er mit ausgestreckten Armen, nacktem Oberkörper und überschlagenen Beinen als "Sexy Jesus" zu sehen ist.
Von PRO

Foto: GQ /pro

Das Schwarz-Weiß-Foto legt deutliche Assoziationen zum gekreuzigten Jesus nahe und hat deswegen in den USA eine heftige Kontroverse ausgelöst. Tebow blickt auf dem Foto ausdruckslos zur Seite. Sein Gesicht vermittelt Einsamkeit. Anlass für den Artikel, der sich lediglich mit der sportlichen Situation des Vereins und dem Spieler beschäftigt, ist der 25. Geburtstags Tebows. Der Artikel fragt danach, ob Tebow nach seinem Wechsel zu den New York Jets der erhoffte sportliche Retter ist.



Am schärfsten hat der Radio-Moderator Craig Carton den gläubigen Spieler kritisiert. In einer Sportsendung brandmarkte er die Aktion als betrügerisch und ekelhaft. Tebow warf er Geltungsbedürfnis vor. Der Footballspieler war in der vergangenen Saison dadurch aufgefallen, dass er erfolgreiche sportliche Aktionen mit eindeutigen Glaubensgesten feierte. Der bekennende Christ war in die Knie gegangen und hatte gebetet. Mit dieser Aktion hat er für viele Nachahmer gesorgt und damit eine so genannte "Tebowmania" ausgelöst.



Weit vom sportlichen Retter entfernt



"Ich bin kein sehr religiöser Mensch, aber ich kenne die wesentliche Grundsätze des christlichen Glaubens. Ich weiß, wofür Jesus bei vielen religiösen Menschen steht, die ihren Glauben sehr ernst nehmen. Wenn du dann einen Kerl siehst, der denkt, dass er Jesus ist, weil er genauso posiert, dann ist das Betrug", fand Carton klare Worte in der Radio-Sendung.

Zustimmung erhielt Carton auch von "Yahoo"-Mitarbeiterin Lynda Altman, die dort den sportlichen Bereich redaktionell betreut. "Alles was fehlt, ist ein aktuelles Kreuz und eine Dornenkrone. Damit ist Tim Tebow viel zu weit gegangen. Ist es richtig für einen netten gläubigen Mann, so mit den Medien zu spielen?" Tebow sei weit davon entfernt, der sportliche Retter zu sein, den die Jets brauchen. "Um irgendetwas oder irgendjemand zu retten, verlasse ich mich auf höhere Mächte, als auf die von Tim Tebow", zitiert die "Huffington Post" Altman.



Digital nachbearbeitet



Was viele der Kritiker nicht erwähnten, ist die Tatsache, dass es sich wohl um ein älteres Bild Tebows handelt: aus der Zeit, als er an der Universität Florida für die Florida Gators spielte. Wie "Fox News" meldet, sei das Bild digital bearbeitet und dem tatsächlichen Alter des 25-Jährigen angepasst worden. In dem Artikel selbst geht es nur um sportliche und nicht um religiöse Belange.  Tebow war im März von den Denver Broncos nach New York gewechselt.



"Wenn sie Fans der New York Jets sind, habe ich die Hoffnung, dass sie mir dabei helfen, dass ich mich hier gut einleben werde", erklärte Tebow dem GQ-Redakteur Devin Gordon. "Ich werde alles tun, um mit meinem Team Spiele zu gewinnen." Während der Artikels schon online steht, gibt es die gedruckte "GQ"-Ausgabe landesweit erst am 21. August. (pro)

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