Das christliche Medienmagazin

“Focus”: ZDF manipuliert Bilder

Das "heute-journal" hat bei einem Beitrag über das Rededuell Merkel-Steinbrück am vergangenen Donnerstag im Deutschen Bundestag falsche Bilder eingespielt. Das Magazin "Focus" wirft dem ZDF Manipulation vor.

Von PRO

Foto: ZDF / Rico Rossival

Beim ersten Schlagabtausch zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihrem Herausforderer Peer Steinbrück (SPD) seien Szenen gezeigt worden, die nicht zu dieser Auseinandersetzung gehörten, berichtet der "Focus". So hieß es im Beitrag: "Wenn Steinbrück Attacke reitet, jubelt die Opposition." Daraufhin zeigte der Sender Jürgen Trittin (Grüne), wie er zunächst die rechte Faust schwang und dann einen Knopf seines Hemdes öffnete. Tatsächlich hatte Trittin laut "Focus" nicht auf Steinbrück reagiert, sondern auf die Rede von Rainer Brüderle (FDP). Der hatte Trittin vorgeworfen, dass er unter dem "feinen Zwirn" doch "immer noch das Mao-Jäckchen" trage.

Das ZDF hat den Fehler unterdessen eingeräumt. Die Leiterin der Redaktion des "heute-journals", Anne Reidt, teilte am Freitag laut dem Nachrichtendienst "kress" per E-Mail mit: "Autor und Redaktion bedauern die ungenaue und deshalb fehlerhafte Bildauswahl. Wir haben den Beitrag aus der Mediathek des ZDF entfernt." Reidt schreibt weiter, es sei allerdings "unbestritten", "dass Jürgen Trittin und sein Sitznachbar Sigmar Gabriel (SPD) der Rede Steinbrücks begeistert und applaudierend folgten". Weil weder ZDF-Intendant Thomas Bellut noch sein Chefredakteur Peter Frey angeblich Stellung nehmen wollten, wirft der "Focus" dem ZDF dennoch Doppelmoral vor und verweist auf klarere ZDF-Statements, als die UEFA im Sommer in Live-Übertragungen von der Fußball-Europameisterschaft Szenen ins laufende Programm hineingeschnitten hatte, die vor dem Spiel entstanden waren. Während des laufenden Spiels sah der Zuschauer den Bundestrainer mit einem Balljungen Späße machen. Damals hatte sich das ZDF offiziell entschuldigt. (pro)

Ihr Beitrag für christliche Werte in den Medien
Bei PRO sind alle Beiträge frei zugänglich und kostenlos - und das wird auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden.

Wir arbeiten in der PRO-Redaktion jeden Tag dafür, Ihnen solide Informationen zu liefern über Themen, die Sie interessieren.

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin den christlichen Journalismus bieten, den Sie von PRO kennen.

Viele PRO-Leser helfen schon mit. Sind Sie dabei?

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien. Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen