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Fahimi: IS nicht islamisch

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi will nicht, dass die Terrorgruppe IS als „radikal-islamisch“ bezeichnet wird. Das beleidige die Muslime.
Von PRO
Yasmin Fahimi verbittet sich die Bezeichnung „radikal-islamisch” für den IS

Foto: Susie Knoll/SPD

Yasmin Fahimi verbittet sich die Bezeichnung „radikal-islamisch” für den IS
Die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) sollte in der öffentlichen Debatte nicht als „radikal-islamisch“ bezeichnet werden. Das forderte Fahimi am Montag nach einer Sitzung der Parteispitze in Berlin. Wer diese Terroristen als Vertreter der islamischen Religion darstelle, beleidige die Muslime, warnte sie. Die Politikerin sagte: „Dies ist eine Zuweisung, die die Muslime hier in Deutschland in ihrer Ehre berührt.“ Fahimi betonte, von der Gruppe IS gehe eine große Gefahr aus, weil hier eine Terrorgruppe versuche, sich eine staatliche Basis zu schaffen. Die IS-Terroristen kontrollieren inzwischen Teile Syriens und des Iraks. Der Zentralrat der Muslime in Deutschland und muslimische Theologen hatten sich in den vergangenen Wochen zum Teil mehrfach von der IS distanziert.

„‚Radikal-islamisch‘ muss nicht negativ sein“

Fahimi bekräftigte ihre Äußerungen am Donnerstag gegenüber pro. „Der Hass und der Terror der ISIS richtet sich nicht allein gegen Jesiden, Christen, Kurden oder Andersgläubige, sondern in sehr starkem Maße auch gegen schiitische Muslime, die unbestritten ebenfalls eine wichtige Gruppe des Islam sind. Schon deshalb verbietet sich meines Erachtens die Verwendung des Begriffs ‚islamisch‘ oder ‚radikal-islamisch‘, teilte die Politikerin mit. Damit gestehe man der Terrorgruppe zu, dass allein sie für den Islam steht und definieren darf, wer dazu gehört und wer nicht. „‚Islamisch‘ oder ‚radikal-islamisch‘ müssen aus Sicht von (friedlichen) Gläubigen überhaupt keine negativen Bezeichnungen sein, sondern können genauso gut Ausdruck einer besonders tief empfundenen, vielleicht auch strikten Religiosität sein – sowie wie wir hierzulande von ‚strenggläubigen Katholiken‘ sprechen würden, ohne sie damit in die Nähe von Terroristen rücken zu wollen“, so Fahimi. Der IS sei eine Terrorgruppe, die sich unter dem Deckmantel der Religion bestialisch verhalte. Dies solle nicht mit religiösen Motiven verbrämt werden. (dpa/pro)
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