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Facebook austricksen

Das soziale Netzwerk Facebook zeigt einem häufig nur die Beiträge an, die einem sowieso gefallen. Das wollen die zwei Kreativ-Direktoren Martin Steinorth und Fabian Kirner von Grey ändern. Sie haben ein Werkzeug entwickelt, das diese mächtige Funktion schwächen soll.
Von PRO
Zwei Männer haben ein Programm entwickelt, dass die Algorithmen von Facebook austricksen soll. Sie nenen das Programm „Data Corruptor“.

Foto: facebook

Zwei Männer haben ein Programm entwickelt, dass die Algorithmen von Facebook austricksen soll. Sie nenen das Programm „Data Corruptor“.

Zwei Männer haben ein Programm entwickelt, dass die Algorithmen von Facebook austricksen soll. Martin Steinorth und Fabian Kirner von Grey erzählen in einem Interview mit dem Online-Portal „Orange“ davon, wie sie Filterblasen, Wahlmanipulation und Datenmissbrauch verhindern wollen. Sie nenen das Programm „Data Corruptor”.

Fabian Kirner hat das Dilemma bei seinem eigenen Facebook-Konto beobachtet. Dort werden ihm ganz viele Hinweise zu kreativen Werbekampagnen und zu seinen Hobbys angeboten. Dass er alles mundsmaß vorgesetzt bekam, ärgerte ihn so sehr, dass er mit seinem Kollegen Steinorth und einem Team technische Mittel gegen politische Propaganda und für Meinungsvielfalt entwickeln wollte.

Digitale Filterblase vermeiden

„Ich habe etwas gegen Manipulation in meiner Timeline“, betont er im Gespräch mit dem Online-Portal „Orange“. Er möchte nicht, dass das soziale Netzwerk seine politischen Einstellungen und Meinungen speichert – und er sich dadurch in einer digitalen Filterblase befindet. Sie sollen ihm auch nicht nur das anbieten, was er vorher gut gefunden habe.

Technisch funktioniert das Ganze wie folgt: „Wenn ich bei einer Facebook-Seite auf ‚Gefällt mir‘ drücke, sucht sich der Data Corrupter aus den 100.000 beliebtesten Facebook-Seiten zufällig zehn andere raus und liked diese ebenfalls. So wird der Algorithmus verwirrt – und lässt mir früher oder später auch Informationen anzeigen, die vielleicht nicht genau meinem psychologischen Profil entsprechen“, erklärt Martin Steinorth.

Dem Algorithmus ein falsches Bild zeigen

Die Macher erhoffen sich davon objektivere Übersichten und weniger Manipulation. Zudem seien die Likes für Freunde nicht sichtbar. Der Data Corrupter arbeite zufallsbasiert, „um dem Algorithmus ein falsches Bild von uns zu zeigen“.

Die Zielrichtung für die Entwickler ist klar: „Wir wollen eine Diskussion anstoßen. Gerade auch mit Blick auf die Bundestagswahl. Was in Amerika und beim Brexit passiert ist, sollte in Deutschland nicht passieren.“ Der Data Corrupter solle der Grundstein für eine Bewegung sein, den andere Entwickler sich zunutze machen könnten. (pro)

Von: jw

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