Die CVJM-Hochschule Kassel ist mit der Evangelischen Hochschule Darmstadt zur Evangelischen Hochschule Hessen fusioniert. Anfang April nahm sie ihren Betrieb auf. Die neue Einrichtung kommt auf 1.650 Studierende, 437 davon bringt die bisherige CVJM-Hochschule mit. Wie deren Rektor Tobias Faix auf PRO-Anfrage sagte, seien auch alle Mitarbeiter, Lehrkräfte und Studiengänge nun Teil der Evangelischen Hochschule Hessen. Das gilt auch für die frühere Evangelische Hochschule Darmstadt. Professoren beider ehemaliger Hochschulen gehören den Leitungsgremien und Ausschüssen der neuen Hochschule an. Präsident ist Uwe Becker, der die Evangelische Hochschule Darmstadt leitete.
Insgesamt 14 Studiengänge mit verschiedenen Abschlüssen sowie Weiterbildungsmöglichkeiten bietet die EHH an, insbesondere in den Bereichen Soziale Arbeit, Religions- und Gemeindepädagogik, Kindheitspädagogik und Nonprofit Management. Auch mehrere Forschungsinstitute gehören zur EHH. Betrieben wird die Hochschule gemeinsam von den evangelischen Landeskirchen Kurhessen-Waldeck und Hessen-Nassau sowie vom Jugendverband CVJM Deutschland und dem Land Hessen. Alle vier Träger sind im Kuratorium vertreten und kommen gemeinsam für die Kosten auf, wobei das Bundesland 70 Prozent davon übernimmt, wie Faix erklärte.
„Herzschlag des CVJM geht an EHH weiter“
Zunächst bleibt es bei den bisherigen drei Standorten Darmstadt und Schwalmstadt-Treysa sowie Kassel. In Treysa wird ein neuer Campus entwickelt mit neuen Lehrräumen und Studentenwohnungen. Im Herbst 2027 zieht die ehemalige CVJM-Hochschule dorthin um. Ab dann fallen auch die Studiengebühren weg, die diese bislang erhebt. Zum neuen Campus gehört laut Faix auch ein weiterentwickeltes inhaltliches Konzept, das Leben und Lernen verbindet, unter anderem mit geistlichen Angeboten, Coaching und Beratung. Zu diesem Zweck wird sich ein Förderverein des CVJM auf dem Campus engagieren und Studierende begleiten.
Hans-Jörg Kopp, Generalsekretär des Jugendverbandes, sagte laut Pressemitteilung: „Die Bildungsarbeit des CVJM mit ihrem innovativen, missionarischen, interkulturellen Herzschlag und dem Konzept des gemeinsamen Lebens und Lernens geht an der Evangelischen Hochschule weiter.“ Die Präsidentin der EKHN, Ulrike Scherf, erklärte, die Träger förderten aus ihren spezifischen Perspektiven – „ethisch orientiert, geistlich geprägt und religionssensibel – Haltungen, die zu einem gelingenden, solidarischen und demokratischen Zusammenleben beitragen.“