Das christliche Medienmagazin

Evangelische Allianz gegen PID-Verordung

Der Beauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung, Wolfgang Baake, hat die Ministerpräsidenten des Saarlandes, Bayerns, Sachsens, Hessens und Niedersachsens sowie den Regierenden Bürgermeister Berlins aufgefordert, der Rechtsverordnung zur PID nicht zuzustimmen.
Von PRO

Foto: storyvillegirl / flickr

Baake kritisierte: "Der Bundestag hat in einem anstrengenden, demokratischen Prozess einen Konsens zur PID gefunden, und zwar in sehr engen Grenzen. Es kann nicht sein, dass dieser Konsens jetzt durch die Hintertür wieder aufgeweicht wird – zum Leidwesen ungeborener Kinder."

Bund und Länder haben sich nach dpa-Angaben auf eine von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) vorgelegte Rechtsverordnung zu Gentests an Embryonen geeinigt. Über die Rechtsverordnung zur PID soll der Bundesrat an diesem Freitag abstimmen.

Die Evangelische Allianz schließt sich der Meinung der Katholischen Deutschen Bischöfe, der Bundesärztekammer, dem Deutschen Ethikrat, der Lebenshilfe sowie zahlreichen Lebensschutzorganisationen an. Diese kritisieren, dass die Rechtsverordnung nicht mit dem ursprünglichen Willen des Gesetzgebers übereinstimme.

So äußerte beispielsweise die Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit Geistiger Behinderung und frühere Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD): "Die Rechtsverordnung widerspricht dem Willen des Gesetzgebers." Der Bundestag habe "ein Verbot der PID beschlossen, das eng begrenzte Ausnahmen vorsieht." Der Verordnungsentwurf ermögliche dagegen eine breite Anwendung der PID-Technologie. (pro)

Helfen Sie PRO mit einer Spende
Bei PRO sind alle Artikel frei zugänglich und kostenlos - und das soll auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden. Unterstützen Sie jetzt PRO mit Ihrer Spende.

Diskutieren Sie mit!

Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Meinung sagen. Gerne klar, ehrlich, prägnant – aber bitte immer respektvoll, damit sich viele Menschen mit unterschiedlicher Meinung beteiligen. Daher achten wir besonders auf eine respektvolle Debattenkultur.
Jeder Leserkommentar wird vor der Veröffentlichung geprüft. Bitte beachten Sie dazu unsere Kommentar-Richtlinien. Manchmal kann es etwas dauern, bis ein Kommentar freigeschaltet ist. Sie haben ab Veröffentlichung sieben Tage Zeit, einen Artikel zu kommentieren. Danach wird der Kommentarbereich automatisch geschlossen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen