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Evangelische Allianz: Donald Trump darf kritisiert werden

Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) grenzt sich von Äußerungen Gaby Wentlands ab. Die Leiterin eines christlichen Hilfswerks hatte sich in einem „prophetischen Wort“ gegen Kritik von Christen an US-Präsident Donald Trump ausgesprochen.
Von Norbert Schäfer
Siegfried Winkler, Ekkehart Vetter, Reinhardt Schink (v.l.n.r.)

Foto: EAD/Christian Hönig

Siegfried Winkler, Ekkehart Vetter, Reinhardt Schink (v.l.n.r.)

Die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) hat sich von Äußerungen Gaby Wentlands zur Kritik von Christen an US-Präsident Donald Trump abgrenzt. In einer Stellungnahme vom Donnerstag erklärte die DEA, „keine parteipolitische Bewegung“ zu sein, sondern in ihren politischen Äußerungen „für christliche Werte“ zu stehen.

Wentland leitet das christliche Hilfswerk „Mission Freedom“ und gehört dem Hauptvorstand der DEA an. In dem mittlerweile gelöschten Video auf Facebook hatte sie Christen dazu aufgerufen, Kritik am amtierenden US-Präsident zu unterbinden und nicht negativ über Donald Trump zu sprechen. Stattdessen sollten Christen „über das falsche und harte Urteil über Präsident Trump“ Buße tun.

In der Verlautbarung vom Donnerstag stellt die DEA klar, dass sich Wentland in dem Video nicht als DEA-Hauptvorstandsmitglied geäußert hat. Wentland habe die DEA in dem Video auch nicht erwähnt. Auf Facebook waren die Aussagen Wendlants von Kommentatoren des Videos mit der DEA in Verbindung gebracht worden. Dagegen wehrte sich die DEA nun öffentlich und erklärte, dass in dem Video „ein Mann, den man sachlich kritisieren kann und muss, durch den Anspruch eines ‚Wortes von Gott‘ einer Kritik weitestgehend entzogen“ werde, da Kritikern der US-Präsidenten der Verlust des Segens Gottes vor Augen geführt werde. Das Video vermittle nach DEA-Einschätzung den „Absolutheitsanspruch, ein ‚prophetisches Wort für Deutschland‘“ zu sein. Die DEA teile jedoch „die Art und Weise, wie in dem Video ein prophetisches Wort weitergegeben wurde, sowohl methodisch als auch inhaltlich nicht“.

Die DEA bekundete in der Stellungnahme, „mit ihren politischen Grundüberzeugungen klar auf dem Boden des Grundgesetzes“ zu stehen. Innerhalb dieses Rahmens seien politische Aussagen ihrer Mitglieder „häufig heterogen“. Die DEA lege sich parteipolitisch nicht fest. Eigenen Angaben zufolge hat die DEA „thematische Schnittmengen“ mit den demokratischen Parteien, gleichzeitig stellen sie kritische Anfragen an alle Parteien. „Menschenverachtung, Rassismus, Gewalt und Angriffe auf das Leben von Geborenen und Ungeborenen lehnen wir ab“, erklärten Ekkehart Vetter (1. Vorsitzender) und Siegfried Winkler (2.Vorsitzender) in der gemeinsamen Erklärung mit DEA-Generalsekretär Reinhardt Schink. Die Allianz sieht sich selbst als eine geistliche Bewegung. „Uns eint der Glaube an Jesus Christus, wie er in der Bibel bezeugt wird, und das gemeinsame Gebet“, lautet es in der Stellungnahme.

Von: Norbert Schäfer

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