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EU-Parlament: Gewalt gegen Christen beenden

Das Europäische Parlament hat die gewalttätigen Übergriffe gegen Christen in Syrien, Pakistan und im Iran verurteilt. Am Donnerstag verabschiedeten die Parlamentarier eine entsprechende Resolution.
Von PRO

Foto: www.martin-kastler.de

Die Abgeordneten äußern sich in der Resolution besorgt über die Situation der Christen in Syrien und verurteilen die Angriffe auf das syrische Dorf Maalula und der umliegenden Region. Anfang September hatten Kämpfer der radikal-islamischen Al-Nusra-Front das syrische Dorf, das zu den ältesten Stätten der Christenheit gehört, erobert. Die meisten der Einwohner waren vor den Rebellen geflohen.

In der Resolution fordern die Europa-Abgeordneten außerdem besseren Schutz für die Klöster in der Region und sofortige Unterstützung und humanitäre Hilfe für die etwa 40 Nonnen und Waisen, die im örtlichen Kloster Mar Takla wegen der Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen eingeschlossen sind.

Pakistan: Gesetze schaden Gläubigen

Zudem verurteilen die Parlamentarier einen Angriff auf die Allerheiligenkirche im pakistanischen Ort Peschawar. Ende September starben dort bei einem Selbstmordanschlag von radikalen Islamisten mindestens 82 Menschen, weitere 120 wurden verletzt.

Außerdem seien die Abgeordneten in Sorge um die Situation religiöser Minderheiten in Pakistan, besonders der christlichen Gemeinschaften. Die pakistanische Regierung solle die Blasphemiegesetze überarbeiten und deren Einsatz gründlich überdenken, heißt es in der Resolution. Die Gesetze könnten gegen Menschen aller Glaubensrichtungen missbraucht werden.

Die Abgeordneten verlangen außerdem die sofortige Freilassung des amerikanisch-iranischen Pastors Saeed Abedini, der seit einem Jahr in Teheran inhaftiert ist.

Christenverfolgung zu lange ignoriert

„Christen sind weltweit nachweislich die am meisten verfolgte Gruppe“, sagte der Europaabgeordnete Martin Kastler (CSU) nach Angaben des Portals evangelisch.de. Andere Fraktionen des Parlaments hätten dies zu lange ignoriert.

In zwei weiteren Resolutionen, die das Parlament ebenfalls am Donnerstag verabschiedete, fordern die Abgeordneten zum einen die Wiederherstellung der Menschenrechte im Sudan, besseren Schutz für Journalisten und freien Internetzugang im Land. Zum anderen verurteilen sie die Terrorakte im Irak und verlangen von den Machthabern, „zusammen zu arbeiten, um dem Blutvergießen ein Ende zu bereiten, damit sich alle Iraker gleichermaßen geschützt fühlen.“ (pro)

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