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Erzbischof von Canterbury ruft zu fünftägigem Gebet auf

Der bevorstehende Brexit spaltet das Vereinigte Königreich. Die Mitglieder der anglikanischen Kirche sollen für die Verantwortungsträger und Einigkeit beten.
Von Norbert Schäfer
Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, ist das geistliche Oberhaupt der Kirche von England
Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, ist das geistliche Oberhaupt der Kirche von England

Der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, hat die Mitglieder der Kirche von England wegen des bevorstehenden Brexit zum Gebet aufgerufen. Das berichtet die „Daily Mail“. An fünf Tagen sollen die Gläubigen für „Menschen in hohen Positionen” beten. Es sei „leichter an der Seitenlinie zu stehen und zu urteilen, da wir keine Entscheidungen fällen“, erklärte der Erzbischof vor der Generalsynode der Kirche. Welby erkannte wegen des Brexit in Großbritannien Zeichen der Trennung „deutlicher als seit Generationen”.

Am 29. März will das Vereinigte Königreich aus der Europäischen Union austreten. 2016 hatten die Briten in einem Referendum mit knapper Mehrheit für den Austritt aus der Europäischen Union gestimmt. Derzeit ringt Premierministerin Theresa May im britischen Parlament um einen Vertrag, mit dem das Königreich die EU geordnet verlassen soll. May will das britische Parlament bis zum 12. März über ihren umstrittenen Brexit-Plan abstimmen lassen.

Nach Angaben der „Daily Mail“ erklärte der Erzbischof von Canterbury, das Leben werde nach dem Brexit weitergehen. Welby forderte die Briten auf, sich der Herausforderung zur Einigkeit zu stellen. Dafür soll in den Gemeinden gebetet werden. Gottes Mission werde nicht durch solche Ereignisse gestoppt, erklärte Welby im Hinblick auf den bevorstehenden Austritt des Königreiches aus der EU. Der Brexit habe gezeigt, dass Politik und Gesellschaft seit Jahrzehnten dem gemeinsamen Wohl in der Gesellschaft, in der jeder gedeihen könne, nicht genügend Beachtung geschenkt hätten. „Wenn wir als Nation nicht aufpassen, wird dies zu größerer Spaltung führen”, sagte Welby.

Von: Norbert Schäfer

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