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Erschreckende Doku: Arte über Christen im Orient

Der Fernsehsender Arte hat eine Dokumentation über Christen im Orient ausgestrahlt, die veranschaulicht, wie bedroht die Glaubensgemeinschaft in der Region lebt. Die Minderheit läuft Gefahr, komplett aus der Region zu verschwinden.
Von PRO
Die Christin Nidhal musste vor dem Islamischen Staat fliehen und lebt mit ihren Kindern in einem Flüchtlingslager am Rande der Stadt Erbil. Was die Terrorgruppe mit ihrem Mann gemacht hat, weiß sie nicht.

Foto: Arte/Didier Martiny/„Christen in der arabischen Welt"

Die Christin Nidhal musste vor dem Islamischen Staat fliehen und lebt mit ihren Kindern in einem Flüchtlingslager am Rande der Stadt Erbil. Was die Terrorgruppe mit ihrem Mann gemacht hat, weiß sie nicht.
Der Orient ist die Wiege des Christentums. Heute stellen die Gläubigen eine Minderheit in der Region dar und werden verfolgt, heißt es in der Dokumentation „Christen in der arabischen Welt“, die der TV-Sender Arte am Dienstagabend ausstrahlte. Die Dokumentation des Autors Didier Martiny gibt Einblick in das Leben der christlichen Minderheiten im Irak, in der Türkei, in Ägypten, im Libanon und in Syrien. Anfang des 20. Jahrhunderts stellten Christen in der arabischen Welt etwa rund 20 Prozent der Bevölkerung. Heute sind nur noch rund fünf Prozent der arabischen Welt christlich. Etwa im Irak werden Christen derzeit von den Terrormilizen des sogenannten Islamischen Staates vertrieben, während sie aus der Türkei bereits im Laufe des 20. Jahrhunderts fast völlig verschwunden sind.

Westen entscheidet über Zukunft der Christen

Die Christen in der arabischen Welt sind stets auf den Schutz der Regierung angewiesen. Beispielsweise unter dem irakischen Staatspräsidenten Saddam Hussein lebten sie nicht in Bedrohung. Nach dessen Sturz und dem Einmarsch der USA wurden sie zur ersten gefährdeten Gruppe im Land. Wie die Zukunft der Christen in der arabischen Welt aussieht, hängt vom Westen ab, heißt es in Martinys Film. Sie hätten für den Westen keine strategische Relevanz mehr. Ändere sich daran nichts, werde das Christentum im Orient aussterben. Experten und Geistliche sprechen im Film darüber, dass diese fortschreitende Entwicklung zu einer „Katastrophe der Zivilation“ führe, denn Christen hätten immer die „Mittlerrolle“ zwischen den Religionen und Gruppen. Diese Gleichgültigkeit des Westens sei unentschuldbar. Die Dokumentation ist bis zum 16. Juli 2016 in der Arte-Mediathek zu sehen. (pro)
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/detailansicht/aktuell/exodus-nach-1700-jahren-die-letzten-christen-fliehen-95643/
https://www.pro-medienmagazin.de/politik/detailansicht/aktuell/menschenrechtler-merkel-soll-christliche-fluechtlinge-vor-muslimen-schuetzen-96043/
https://www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/weltweit/detailansicht/aktuell/christentum-in-syrien-und-im-irak-vom-aussterben-bedroht-95729/
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