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Erneut Teenager im Kloster

Der private Fernsehsender Kabel 1 schickt erneut rebellische Teenager ins Kloster. Aber wohl eher nicht wegen der Entspannung, erst recht nicht für eine innere Einkehr, sondern für den kamerawirksamen Konflikt zwischen zwei Welten. Die zweite Staffel von „Ab ins Kloster!“ läuft ab dem 20. August im Fernsehen.
Von Jörn Schumacher
Ab dem 20. August heißt es in der Sendung „Ab ins Kloster“ auf Kabel 1 wieder: „Weihwasser statt Wodka“ und „Religion statt Rebellion“

Foto: Kabel 1

Ab dem 20. August heißt es in der Sendung „Ab ins Kloster“ auf Kabel 1 wieder: „Weihwasser statt Wodka“ und „Religion statt Rebellion“

„Teenager, deren Leben aus der Bahn geraten ist, haben sich bei uns eine Auszeit im Kloster verdient“, kündigt der Trailer zur neuen Staffel von „Ab ins Kloster!“ an. Der Fernsehsender Kabel 1 strahlt eine zweite Staffel des Formats aus, in dem schwierige oder verwöhnte junge Menschen für kurze Zeit in ein Kloster gehen, um Disziplin und Gehorsam zu lernen. Der Sender kündigt das Format wieder mit halbwegs lustigen Sprüchen an: „Weihwasser statt Wodka“ oder „Religion statt Rebellion“.

In der ersten Folge von „Ab ins Kloster! – Rosenkranz statt Randale“ gehen eine 18-Jährige und zwei 16-Jährige ins Kloster der heiligen Elisabeth in Minsk. Erstere wird mit „Beautyqueen“ tituliert, die anderen mit „Partygirl“ und „Schulschwänzerin“. In dem Kloster leben 120 russisch-orthodoxe Nonnen nach uralter Tradition, strengsten Regeln und einem klar strukturierten Alltag, heißt es in der Sendungsankündigung. Und der bestehe aus „stundenlangem Gebet und harter Arbeit“.

In der darauffolgenden Episode sind die Jungen Justin, Marcel und Joshua acht Tage lang im Shaolin Tempel in Otterberg. Sie sollen die strengen Regeln und die buddhistischen Rituale kennen lernen. „Sie leben für den Verzicht, die Zurückhaltung, Disziplin und die Suche nach Buddha“, erklärt der Sender vorab. „Schaffen es die Mönche den drei Teenagern die wahren Werte des Lebens zu vermitteln und ihnen Struktur und Ordnung beizubringen?“

In der dritten Folge schließlich leben „Faulenzerin Celina, Computer-Nerd Till und die aggressive Cece“ in dem Kloster Saint-Martin du Canigou in den französischen Pyrenäen für acht Tage. Schon der Aufstieg auf das 1.100 Meter hoch liegende Gebäude sei eine erste große Herausforderung für die drei. „Bereits nach kurzer Zeit vermisst die 18-jährige Cece Handy und Zigaretten so sehr, dass es nur noch einen Ausweg zu geben scheint: die Flucht aus dem Klosterleben.“

Erste Staffel lief im vergangenen Jahr

Bereits im April des vergangenen Jahres schickte Kabel 1 Jugendliche für das Fernsehformat in vier Episoden in unterschiedliche Klöster. In der ersten Staffel von „Ab ins Kloster!“ bestand die Herausforderung für die trinkfesten und oft auch drogenerfahrenen Teenager etwa darin, sich an die Regeln der Franziskanerinnen im Kloster Gengenbach zu halten, Strukturen einzuhalten, das Handy abzugeben oder um 6.30 Uhr zur Morgenandacht aufzustehen. In der ersten Folge verließen zwei Mädchen das Kloster vorzeitig, die beiden verbliebenen blühten irgendwann geradezu auf. Der Glaube der Schwestern und ihre Spiritualität hatten in der Sendung ansonsten kaum Raum gefunden.

In einem Interview von katholisch.de sagte die Generaloberin des Klosters, Schwester Michaela Bertsch, damals, noch einmal werde der Orden so ein Projekt nicht machen – auch wenn die Erfahrung an sich gut gewesen sei. „Es waren einfach Welten zwischen uns und den Mädchen. Da sind Konflikte vorprogrammiert und vielleicht sogar einkalkuliert. Und dafür wollten wir eigentlich keine Plattform bieten.“

„Ab ins Kloster“, 20. August 2020 um 20:15 Uhr, 21. August, 01:30 Uhr, 27. August, 20:15 Uhr, 28. August, 01:15 Uhr, auf Kabel 1

Von: Jörn Schumacher

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