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ERF-Jubiläum: Ein halbes Jahrhundert voller Wunder

Wunder begleiten "ERF Medien" seit mittlerweile 50 Jahren. Dies wurde im Rahmen des Jubiläums deutlich, das der ERF am Wochenende in der Wetzlarer Rittal-Arena feierte. "Die 50 Jahre 'ERF Medien' sind eine Erfahrung von Gottes Liebe und Treue", erklärte der frühere Direktor Pastor Horst Marquardt in einem Interview während der ERF-Gala.
Von PRO

Foto: Thorsten Indra/ERF Medien

Der Sendestart wurde immer wieder verschoben und die Mitarbeiter seien entmutigt gewesen, so Marquardt. In der Rückschau sei er dankbar darüber, was aus bescheidenen Anfängen geworden ist. Zu den drei Veranstaltungen am Wochenende kamen mehr als 13.000 Besucher nach Wetzlar, darunter zahlreiche internationale Gäste.

Über 5.000 meist junge Zuhörer sorgten am Freitag beim Konzert der Gruppe "Hillsong London" und der kroatischen Ska- und Jazzband "October Light" für ausgelassene Stimmung. "October Light" bereicherte seine Musik insbesondere durch Jazz-Elemente. Bei "Hillsong London" wechselten sich Anbetungslieder mit rockigen und melodischen Songs ab. Peter Wilson machte das Hauptanliegen der Band deutlich: "Wir bieten hier keine Show, sondern verherrlichen Jesus Christus." Der Komponist und Liedermacher Siegfried Fietz hatte dem ERF im Dankgottesdienst am Sonntag ein Lied unter dem Titel "Was bei den Menschen unmöglich ist, ist bei Gott möglich" geschenkt. Die Festpredigt des Tübinger Neutestamentlers Hans-Joachim Eckstein griff das Thema der Jahreslosung auf. Anhand des Gleichnisses vom reichen Jüngling sagte Eckstein, Gott gehe es nicht um das Tun und Haben des Menschen, sondern um eine Beziehung zu ihm.

Eckstein: "Sich fallen lassen bei Gott"


Gott schenke dem Menschen seine bedingungslose Liebe. Bei Gott seien Menschen angenommen, geliebt und wertgeschätzt, sie müssten nichts tun, um ihm zu gefallen. "Sich fallen lassen bei Gott ist die große Frage des Glaubens", sagte Eckstein. Wenn einem dies gelinge, könne man hoffnungsvoll und zuversichtlich in die Zukunft schauen. Musikalisch mitgestaltet wurde der Dankgottesdienst von einem Jubiläumschor unter Leitung von Mirjam Langenbach.

Zu den musikalischen Gratulanten der "ERF-Gala" am Sonntagnachmittag gehörten der Liedermacher Manfred Siebald, die Sängerin Anja Lehmann, das Ehepaar Cae und Eddie Gauntt, der Adonia-Teens-Chor mit über 100 Jugendlichen sowie die Konzertband "Life" der Musikschule Marburg. Furiose Auftritte hatten der Weltmeister im Trialbike Marco Hösel, der Speedcarver Carsten Bölts, der mit der Kettensäge Kunstwerke aus Baumstämmen herstellte und der Spanier Carlos Martinez, einer der weltbesten Pantomime-Spieler.

Als einer der noch lebenden ERF-Gründer wurde Anton Schulte in einem alten VW-Käfer in die Rittal-Arena gefahren. So wie die Gründer damals etwas ganz Neues gewagt hätten und die christliche Botschaft über Radiowellen verbreiteten, müssten Christen auch heute bei der Mediennutzung an der Spitze stehen, so Schulte. Sie sollten sich stärker im Internet engagieren, das das Fernsehen immer mehr verdränge.

Der ERF-Vorstandsvorsitzende Jürgen Werth betonte, dass der ERF auch in Zukunft an der alten und ewig jungen "Guten Nachricht" von Jesus Christus festhalten werde. Bei diesem Anliegen gelte es, den Menschen liebe- und verständnisvoll auf Augenhöhe zu begegnen. "Dabei müssen wir immer auch die Lebenswirklichkeit der Menschen ansprechen."

Der Präsident des internationalen Partners "Trans World Radio" (TWR), Lauren Libby, sieht eine große Zukunft in der Weitergabe der christlichen Botschaft durch die Medien. Ziel von TWR sei es, über die Massenmedien Jesus Christus bekannt zu machen. Der ERF arbeitet seit seiner Gründung eng mit TWR zusammen. Die beiden Medienwerke verantworten Sendungen für 65 Länder in 225 Sprachen. Als ein Beispiel seines internationalen Engagements wurde auch die Arbeit von "Projekt Hannah" vorgestellt. Dort unterstützt der ERF seit mehr als zehn Jahren die weltweite Sendereihe "Hoffnung für Frauen".

"Couragierter Verfechter evangelikaler Positionen"


In einem per Video eingespielten Grußwort übermittelte der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) seine Glückwünsche: "Während medienvermittelte Informationen heutzutage immer kurzlebiger werden, sendet der ERF eine Nachricht, die Bestand hat – die Botschaft des Christentums." Koch wünschte dem ERF, dass es ihm gelinge Menschen mit seiner Botschaft zu fesseln und sie zu überzeugen, in dem er ihre Herzen erreiche.

Auch der scheidende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber (Berlin), übermittelte ein Grußwort: "Dem ERF als couragiertem Verfechter evangelikaler Positionen in Deutschland wünsche ich mindestens 50 weitere Jahre im Dienste der Verkündigung und der Information!"

Im Laufe der Woche war der ERF mit zahlreichen Informationsständen im größten Wetzlarer Einkaufszentrum vertreten. Dabei wurde auch eine Umfrage "Was glaubt Wetzlar" durchgeführt. Beim Empfang des Magistrat der Stadt Wetzlar hatte Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP) von einer "Erfolgsgeschichte gesprochen, die ihres gleichen suche".

ERF Medien wurde am 19. Oktober 1959 von acht Personen, unter dem Namen "Evangeliums-Rundfunk" in Wetzlar gegründet. Im Februar 1961 ging die erste Radiosendung über Kurzwelle europaweit in den Äther. Heute produziert der ERF ein 24-stündiges Fernsehprogramm, drei Radioprogramme und betreibt 15 Internetangebote. Der ERF beschäftigt derzeit rund 230 Mitarbeiter.
http://www.erf.de
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