Alle Christen, die im Januar während zweier katholischer Gottesdienste im Norden Nigerias entführt wurden, sind wieder wohlbehalten zu Hause. Wie der britische Sender BBC berichtet, sind sie schon 14 Tage nach der Tat freigekommen, also Anfang Februar.
Im Bundestaat Katuna hatten Bewaffnete am 18. Januar zwei katholische Kirchen gestürmt und 163 Christen entführt. Das berichtete unter anderem „Der Spiegel“. Demnach hätten die Angreifer während der Sonntagsmesse die Eingänge der beiden Gotteshäuser blockiert und 172 Menschen gefangen genommen. Neun von ihnen konnten fliehen.
Laut BBC ist weder klar, wie die Entführten freigekommen sind, noch, wer für die Tat verantwortlich ist. Schon kurz nach der Entführung waren Informationen nur schleppend durch die nigerianischen Behörden weitergegeben worden.
It was with a heavy yet hopeful heart that I visited our courageous brothers and sisters from Kurmin Wali at the Kaduna State Women and Children’s Shelter, where they are receiving medical care and psychosocial support after their return from the harrowing grip of banditry. The… pic.twitter.com/2dz2oEjJPt
— Senator Uba Sani (@ubasanius) February 4, 2026
Der Gouverneur von Kaduna, Uba Sani, erklärte am 4. Februar via Social Media, er habe die Opfer besucht und gesehen, dass sie medizinisch und psychologisch versorgt würden. Schon bald könnten sie zurück zu ihren Familien.
Nigeria ist ethnisch gemischt. Im Norden dominieren Muslime, im Süden Christen. Beide werden immer wieder Opfer von Angriffen. Zuletzt haben die USA in die schwelenden Konflikte eingegriffen und IS-Stellungen im Land bombardiert. Im Dezember warnte US-Präsident Donald Trump auf sozialen Medien: „Frohe Weihnachten an alle, einschließlich der toten Terroristen, von denen es noch viel mehr geben wird, wenn sie weiterhin Christen abschlachten.“