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Eltern erhalten Nachhilfe bei Wertevermittlung

B e r l i n (PRO) - Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen will Eltern bei der Vermittlung von Werten und Glaubensthemen an ihre Kinder unterstützen. Unter dem Titel "Werteorientierte Erziehung in Deutschland" greift die Publikation des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, "Monitor Familienforschung", in der aktuellen Ausgabe das Thema Werte in der Kindererziehung auf.
Von PRO

87 Prozent der Deutschen finden es laut einer Untersuchung der “Infratest Sozialforschung” zwar richtig, dass Familienministerin von der Leyen eine öffentliche Diskussion über die Bedeutung von Werten für die Kindererziehung gestartet hat. Dennoch gebe es in diesem Bereich viele Defizite, so die Ministerin in ihrem Vorwort. “Viele Eltern fühlen sich verunsichert. Nicht selten fehlt es ihnen in Erziehungsfragen selbst an Orientierung. Häufig gibt es eine Ungewissheit darüber, wie Werte verankert sind und wer dafür verantwortlich ist.” Werteerziehung könne nicht als gesondertes Lernprogramm funktionieren, sondern nur durch die Einbettung in die alltäglichen Lebensbezüge.

Durch das Zusammenleben mit Menschen anderer Kulturen und Religionen gewinne die Vermittlung von Werten eine immer größere Bedeutung. Die öffentliche Diskussion verwirre Eltern dabei eher, statt zu helfen. “Sie bleiben oft verunsichert zurück und haben keinen Mut, ihren Kindern Lebens- und Weltfragen zu beantworten aus der Sorge heraus, die Kinder falsch zu beeinflussen”, so der Diplom-Psychologe Joachim Lask, Autor des Elternprogramms PEP4Kids.

Werte lernen Kinder zuerst in der Familie kennen

Wie Kinder Familie erleben, welche Vorbilder sie haben und welche Bedingungen sie in Betreuungseinrichtungen vorfinden, beeinflusse ihre Werteorientierung und spätere Lebenshaltung maßgeblich, urteilt auch der Theologieprofessor Friedrich Schweitzer von der Universität Tübingen.

Um Familien durch starke gesellschaftliche Partner zu unterstützen, hat das Bundesfamilienministerium daher die “Bündnisinitiative Verantwortung Erziehung” gegründet. Elternbildung soll künftig einen größeren Stellenwert erhalten. Ebenso sei es erforderlich, die wertebezogene und religiöse Erziehungskompetenz von Erzieherinnen durch Qualifizierungsmaßnahmen zu stärken. 

Weiterbildungsmöglichkeiten für Eltern

In Seminaren sollen Eltern künftig nicht nur lernen, wie sie ihren Kindern Grenzen setzen, sondern auch üben, eigene Werte zu formulieren und diese in der Erziehung zu vertreten. PEP 4Kids ist eines der Programme, die Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe beistehen wollen. Der Psychologe Joachim Lask und der Pfarrer Wilfried Veeser haben den Kurs zusammengestellt und christliche Aspekte sowie eine elterliche Selbstverpflichtung in das Konzept aufgenommen. 

Das Trainingsprogramm für Eltern besteht aus mehreren Vorträgen, einem vierwöchigen Telefoncoaching sowie anschließender Beratung per E-Mail. Einer der Bausteine des Seminars heißt “Lebe deinen Glauben”. Hier lernen Eltern zunächst, ihre Wert- und Glaubensvorstellungen in eigene Worte zu fassen, um sie dann im Gespräch mit den Kindern zu diskutieren. “Viel wichtiger jedoch als das Reden ist das authentische Vorleben dieser Werte”, schreibt Psychologe Lask.

Weitere Informationen im Internet unter: http://www.pep4kids.de/

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