Das christliche Medienmagazin

EKHN will Geschlechter zusammenbringen

In einem Gottesdienst will die Kirche Menschen unterschiedlichster geschlechtlicher Ausprägung zusammenbringen. Schirmherr der Aktion ist Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN).
Von PRO
Kirchenpräsident Volker Jung (EKHN) will eingefahrene Denkmuster immer wieder überprüfen

Foto: pro/Norbert Schäfer

Kirchenpräsident Volker Jung (EKHN) will eingefahrene Denkmuster immer wieder überprüfen

Im Jubiläumsjahr der Reformation lädt die Evangelische Kirche gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität (dgti) für den 22. Oktober zum Gottesdienst „Reformation für Alle*” in die Mainzer Christuskirche ein. Die Schirmherrschaft für das Projekt hat der Kirchenpräsident der Hessen-Nassauischen Kirche (EKHN), Volker Jung, übernommen. Der Gottesdienst soll nach Worten der Veranstalter Menschen unterschiedlichster geschlechtlicher Ausprägung zusammenbringen. Begleitet wird die Veranstaltung laut einer Pressemeldung vom Mittwoch von einer Fotoausstellung zum Thema.

Auf Anfrage von pro erklärte Jung am Freitag: „Das Thema Transidentität und auch Intersexualität steht auf der Tagesordnung der hessen-nassauischen Kirche. Es war vor allem die Evangelische Jugend in unserer Kirche, die das eingefordert hat. Es geht darum, dass alle Menschen – unabhängig von ihrer geschlechtlichen Identität und sexuellen Orientierung – einen Platz in unserer Kirche finden sollen. Und das ist auch gut so.”

Bei dem Thema könne die EKHN gut auf Erfahrungen in der Debatte um die Homosexualität anknüpfen. „Als Kirche können wir dazu beitragen, das Thema der sexuellen Vielfältigkeit zu entmoralisieren”, sagte Jung. Es gehe bei den Themen Transidentität, Transsexualität und Intersexualität nicht um Moral, sondern darum, Grundprägungen von Menschen anzunehmen. „Sie gehören zum menschlichen Leben, das uns von Gott gegeben und aufgegeben ist.” Er wisse darum, dass das für manche in der Kirche ein radikales Umdenken bedeute. „Aber es gehört dazu, eigene, manchmal eingefahrene Denkmuster zu überprüfen. Für mich steht dabei die biblische Einsicht im Vordergrund, sich einander mit Respekt zu begegnen und anzunehmen und zum Leben zu helfen.”

In einer Broschüre zum Thema äußern sich Menschen, die mit dem christlichen Glauben verbunden sind, über das Verhältnis von Transidentität sowie Transsexualität und Kirche. Darin erklärt Kirchenpräsident Jung: „Die Reformation hat uns gelehrt, dass es im Glauben darum geht, auf die Liebe Gottes zu vertrauen. Die Liebe Gottes, die uns das Leben geschenkt hat und uns hilft, uns selbst und aneinander anzunehmen.” Dazu gehören nach Ansicht von Jung „auch Menschen unterschiedlicher geschlechtlicher Identität und Orientierung“.

Von Norbert Schäfer

Ihr Beitrag für christliche Werte in den Medien
Bei PRO sind alle Beiträge frei zugänglich und kostenlos - und das wird auch so bleiben. PRO finanziert sich durch freiwillige Spenden.

Wir arbeiten in der PRO-Redaktion jeden Tag dafür, Ihnen solide Informationen zu liefern über Themen, die Sie interessieren.

Nur mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin den christlichen Journalismus bieten, den Sie von PRO kennen.

Viele PRO-Leser helfen schon mit. Sind Sie dabei?

Schreiben Sie einen Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bitte beachten Sie unsere Kommentar-Richtlinien. Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden.

Offline, Inhalt evtl. nicht aktuell

PRO-App installieren
und nichts mehr verpassen

So geht's:

1.  Auf „Teilen“ tippen
2. „Zum Home-Bildschirm“ wählen