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EKD: Gebetsaufruf für verfolgte Christen in Indonesien

Das Gebet für verfolgte Christen hat im Kirchenjahr der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit dem 2. Sonntag der Passionszeit (Reminiszere) einen festen Ort. In diesem Jahr gedenken die Kirchengemeinden am 24. Februar der Christen in Indonesien. Die EKD hat dazu ein Materialheft mit Gebetsanregungen und Informationen über das asiatische Land veröffentlicht.
Von PRO

Foto: flickr / zhaffsky (CC-BY-SA 2.0)

"Zu den Früchten, die Jesus von uns erwartet, gehört auch, dass wir uns die Leiden der bedrängten und verfolgten Glaubensgeschwister zu eigen machen und im Gebet vor Gott bringen", schreibt Präses Nikolaus Schneider im Vorwort des Öffnet externen Link in neuem FensterInformationshefts. "Unsere Aufmerksamkeit am Sonntag Reminiszere gilt in diesem Jahr besonders den christlichen Kirchen in Indonesien." Seit vielen Jahren komme es dort immer wieder zu Übergriffen durch islamistische Kräfte, denen der Staat nicht mit der erforderlichen Entschiedenheit begegne.

Das 11-seitige Heft spricht die Religionsgeschichte Indonesiens an und weist darauf hin, dass die Verfassung allen Religionsfreiheit garantiert, die an Gott glauben. Die Broschüre erklärt weiter, worin die Ursachen der Spannungen zwischen den Glaubensgemeinschaften liegen. Außerdem sind zwei Lieder und Gebetsvorschläge für die Liturgie enthalten.

Wie Schneider weiter erklärt, stehe die Religionsfreiheit auch durch das Themenjahr 2013 "Reformation und Toleranz" im Mittelpunkt. "Es erinnert uns daran, unsere eigene, teilweise schmerzhafte Lern-Geschichte der Toleranz zu bedenken und ermutigt uns gleichzeitig dazu, entschieden für Religionsfreiheit und für die Achtung und Begegnung der Religionen untereinander einzutreten."

Auch die jüngsten Angriffe auf die Kirche Qasr ad-Dubbara, der größten evangelischen Kirche in Kairo, während des zweiten Jahrestags der ägyptischen Revolution, zeigten die bittere Notwendigkeit des Gebetes und des politischen Einsatzes für ein friedliches Miteinander der Religionen in der Welt, sagte Schneider am Dienstag anlässlich der Veröffentlichung der Broschüre in Hannover. (pro)

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