Der Besuch des Kölner Doms ist für Touristen künftig nur mit Eintritt möglich. Ab dem 1. Juli zahlen Erwachsene für den Zutritt zum Innenraum zwölf Euro, wie Dompropst Guido Assmann am Dienstag sagte. Das Gebet und das beliebte „mal eben im Dom vorbeischauen“ blieben weiterhin ohne Eintritt möglich. Das Domkapitel erklärte, die Gebühr diene dem „existenziellen Erhalt der Kathedrale“.
Kinder bis einschließlich 13 Jahre haben freien Eintritt. Eine ermäßigte Besichtigungsgebühr in Höhe von sechs Euro gilt für Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren, Auszubildende, Studierende, Begleitpersonen von Schülergruppen sowie bei Vorlage eines in Nordrhein-Westfalen ausgestellten Sozialpasses.
Eintrittsgebühren in Kirchen bisher die Ausnahme
In deutschen Kirchen sind Eintrittsgebühren bisher die Ausnahme. Für den evangelischen Berliner Dom müssen Erwachsene zehn Euro zahlen, um ihn zu besichtigen. Seit 17. Mai wird in der evangelischen Nürnberger Innenstadtkirche St. Sebald ein Eintrittsgeld erhoben. Wer die Kirche wegen ihrer Kultur und Geschichte besuchen will, zahlt fünf Euro. Andere berühmte Kirchen wie das Ulmer Münster, der Dom in München und der Michel in Hamburg kosten keinen Eintritt. Auch der Zugang zur weltbekannten Dresdner Frauenkirche soll bis auf Weiteres kostenfrei bleiben.